EZB moniert monetäre Finanzierung durch Schuldenerlasse


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) hat darauf hingewiesen, dass nationale Zentralbanken des Euroraums verbotene monetäre Finanzierung betreiben. In ihrem Jahresbericht für 2021 führt sie neben den "Dauerproblemen" Budapester Börse und irischer Bankenrettungsfonds "Spenden" durch Zentralbanken an den Internationalen Währungsfonds (IWF) auf und fordert "korrigierende Maßnahmen".

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Die Finanzierung von Verpflichtungen der öffentlichen Hand gegenüber dem IWF durch die Zentralbanken stellt laut EZB keine monetäre Finanzierung dar, sofern sie Auslandsforderungen sind, die als Währungsreserven betrachtet werden können. Finanzielle Zuwendungen, wie sie von mehreren nationalen Zentralbanken über den IWF zum Schuldenerlass für hochverschuldete arme Länder bereitgestellt würden, führten jedoch nicht zu Auslandsforderungen.

"Diese Form der finanziellen Beiträge der Zentralbanken zu den Initiativen des IWF ist daher nicht mit dem Verbot der monetären Finanzierung vereinbar und rechtfertigt Abhilfemaßnahmen", heißt es in dem Bericht.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/brb

(END) Dow Jones Newswires

April 28, 2022 03:00 ET (07:00 GMT)

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