FDP fordert "endlich volle Transparenz" im Wirecard-Skandal
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Von Andreas Kißler
BERLIN (Dow Jones)--Die FDP hat dem Bundesfinanzministerium vorgeworfen, bei der Aufklärung des Wirecard-Bilanzskandals nicht ausreichend transparent vorzugehen. "Der Wirecard-Skandal erreicht immer größere Dimensionen", betonte der finanzpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Florian Toncar. "Nachdem Markus Braun und zwei weitere ehemalige Führungskräfte in Untersuchungshaft genommen wurden, brauchen wir endlich volle Transparenz." Es müsse offengelegt werden, welche persönlichen Kontakte die Beschuldigten in die Politik hatten.
Deswegen sei es nicht länger zu akzeptieren, dass die Öffentlichkeit immer noch nicht vollständig über das Gespräch von Finanzstaatssekretär Jörg Kukies und Ex-Wirecard-Chef Markus Braun am 5. November 2019 aufgeklärt werde. "Es muss transparent gemacht werden, welche Informationen und Einblicke Kukies dabei erhalten hat und was das Gespräch für Folgen hatte", forderte Toncar.
Dass man diese Informationen bisher nicht habe, spreche nicht für den Aufklärungswillen von Finanzminister Olaf Scholz (SPD). "Letztlich rückt die Sache damit immer näher an Scholz heran2, meinte Toncar. "Sollte er keine überzeugenden Antworten liefern, wird sich ein Untersuchungsausschuss damit beschäftigen müssen."
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