Führungswechsel

Siemens komplettiert Vorstandsteam - Stabübergabe von Kaeser im Februar


Siemens komplettiert Vorstandsteam - Stabübergabe von Kaeser im Februar

Der Zeitpunkt des Führungswechsels bei Siemens ist nun zementiert.

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Der langjährige Vorstandschef Joe Kaeser wird den Stab mit Ablauf der Hauptversammlung im Februar an Roland Busch übergeben, wie der Aufsichtsrat des Technologiekonzerns am Mittwoch entschied. Allerdings wird Busch, wie bereits bekannt, am 1. Oktober 2020 bereits die Verantwortung für die Geschäftsaktivitäten und damit das Geschäftsjahr 2021 übernehmen, wie Siemens Werbung

Zudem wurden auch die restlichen Weichen für das neue Vorstandsteam gestellt. Der langjährige Vorstand Klaus Helmrich, zuletzt verantwortlich für das Geschäft mit der digitalen Industrie, geht Ende März 2021 nach Ablauf seines Vertrages in den Ruhestand, wie es weiter hieß. Sein Nachfolger werde bereits zum 1. Oktober 2020 Cedrik Neike, derzeit Vorstandsmitglied für das Segment intelligente Infrastruktur. Auch Helmrich steht Neike bis zum Ablauf seines Vertrages zur Seite, wie es hieß.

Neikes Posten übernimmt den Angaben zufolge Matthias Rebellius, der derzeit im Management der Sparte das operative Geschäft verantwortet. Rebellius wurde nun zum Vorstandsmitglied des Konzerns bestellt und mit einem Fünfjahresvertrag ausgestattet.

Damit ist der neue Vorstand von Siemens komplett. Bereits Mitte Juli hatte der Konzern mit Judith Wiese eine neue Personalchefin gefunden, die ebenfalls ab 1. Oktober starten wird. Finanzvorstand bleibt Ralf Thomas. Damit hat sich Siemens auch personell für die laufende Neuausrichtung gerüstet. Das Unternehmen will sich künftig verstärkt auf die Digitalisierung konzentrieren. In den vergangenen Jahren hat Kaeser daher eine Reihe von Bereichen in die Selbständigkeit entlassen. So fusionierte Siemens das Windanlagengeschäft mit dem spanischen Konkurrenten Gamesa und brachte die Medizintechnik unter dem Namen Healthineers an die Börse. Derzeit läuft die Abspaltung des Energiegeschäfts Siemens Energy, das ab Ende November ebenfalls an der Börse notiert sein wird.

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Dazu laufen weitere Abspaltungspläne. So soll die Antriebstochter Flender ausgegliedert und an der Börse notiert werden. Die Produkte des Unternehmens werden in Windkraftanlagen sowie zahlreichen anderen Industriebereichen eingesetzt. Offen bleibt die strategische Überprüfung der Zugsparte, nachdem die Fusion mit dem französischen Konkurrenten Alstom im vergangenen Jahr am Veto der europäischen Wettbewerbshüter scheiterte. Zuletzt wollte Siemens zum vierten Geschäftsquartal Ergebnisse vorstellen.

Der neue Vorstand muss zudem die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie managen. So musste das Unternehmen zuletzt erhebliche Einbußen hinnehmen, insbesondere in den digitalen Geschäften. Die Talsohle soll im dritten Geschäftsquartal erreicht sein. Die Zahlen stellt Siemens am Donnerstag vor.

/nas/fba

MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Vladi333 / Shutterstock.com

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