Führungswechsel

Wacker Neuson verunsichert die Anleger - Vorstände gehen


Wacker Neuson verunsichert die Anleger - Vorstände gehen

Beim Baumaschinenhersteller Wacker Neuson geht der halbe Vorstand von Bord.

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Auf Unsicherheit reagieren Börsenkurse für gewöhnlich negativ. So auch am Donnerstag beim Baumaschinenhersteller Wacker Neuson (Wacker Neuson SE). Dessen Vorstandsebene steht mit dem gleichzeitig angekündigten Abschied des Konzernchefs und des Finanzvorstands vor tiefgreifenden Veränderungen, was bei Anlegern Fragen aufwirft. Mit etwa acht Prozent Minus auf 15,62 Euro waren die Papiere am frühen Nachmittag auf dem letzten Platz im SDAX der kleineren deutschen Börsenwerte.

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Der Wechsel in der Führungsmannschaft überraschte die Marktteilnehmer. Wacker Neuson verliert mit den Abgängen von Martin Lehner und Wilfried Trepels in Kürze die Hälfte des Vorstands. Lehner soll zum 31. Dezember ausscheiden, während Trepels sein Vorstandsmandat schon zum 30. November niederlegt. Beide Positionen sollen vorübergehend vom jetzigen Aufsichtsrat Kurt Helletzgruber übernommen werden.

Laut einem Händler weisen die Nachrichten darauf hin, dass es hinter den Kulissen bedeutende Meinungsverschiedenheiten gibt. Dies stelle möglicherweise die strategische Ausrichtung in Frage, die er bislang als erfolgreich gesehen habe.

Analyst Hans-Joachim Heimbürger von Kepler Cheuvreux machte in einer aktuellen Studie keinen Hehl daraus, dass Wacker Neuson in einer Führungskrise stecke. Sein Votum lautet nach wie vor "Reduce" und sein Kursziel von 11 Euro liegt deutlich unter dem aktuellen Kurs, es würde den tiefsten Stand seit Mai bedeuten. Seit dem Börsengang 2007 habe Wacker Neuson eigentlich für Kontinuität gestanden, zeigte sich Heimbürger überrascht.

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Trotz des aktuellen Kurseinbruchs notieren die Papiere aber immer noch klar über ihrem bisherigen Novembertief. Dies hatten sie vor zwei Wochen mit 14,32 Euro erreicht. Grund war eine pessimistischere Einschätzung der nächsten Jahre wegen der Corona-Ungewissheit. Die Mittelfristziele dürften erst ein bis zwei Jahre später erreicht werden, hatte der Konzern verlauten lassen.

Im Zuge der deutlichen Gesamtmarkterholung, die mit Erfolgsmeldungen zu Corona-Impfstoffen und der damit verbundenen Hoffnung auf eine Konjunkturbelebung einsetzte, berappelten sich die Wacker-Neuson-Aktien dann aber wieder zügig bis auf teils mehr als 17 Euro. Dieser Kurszuwachs ist mit den Meldungen zum Wechselspiel im Vorstand nun wieder dahin.

MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Cineberg / Shutterstock.com

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Datum Rating Analyst
26.08.26 Wacker Neuson SE Hold Jefferies & Company Inc.
17.08.26 Wacker Neuson SE Buy Warburg Research
07.05.26 Wacker Neuson SE Buy Warburg Research
07.05.26 Wacker Neuson SE Hold Jefferies & Company Inc.
28.04.26 Wacker Neuson SE Buy Warburg Research

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