HSBC verdient weniger als erwartet: Aktie gerät unter Druck
Die britische Großbank HSBC hat im ersten Quartal wegen Kreditausfällen und der Folgen des Iran-Kriegs überraschend weniger verdient.
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Der Gewinn vor Steuern sei im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um ein Prozent auf 9,4 Milliarden US-Dollar (8 Mrd Euro) gesunken, teilte das Geldhaus am Dienstag in Hongkong und London mit. Grund für den Gewinnrückgang sind vor allem stark gestiegene Aufwendungen für mögliche Kreditausfälle und höhere Kosten. Die Aktie gab am Mittag kräftig nach.
Die Erträge der Bank legten um sechs Prozent auf 18,6 Milliarden Dollar zu. Experten hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet - vor allem die deutlich höhere Risikovorsorge stieß den Investoren sauer auf.
So reagieren Anleger und Analysten
An der Börse wurden die Zahlen mit Ernüchterung aufgenommen. In Hongkong gab der Kurs der Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen letztlich 5,16 Prozent auf 136,00 Hongkong-Dollar nach und büßte damit einen Teil der bisherigen Jahresgewinne ein.
Im Heimathandel hingegen sind Verluste von 6,94 Prozent auf 12,65 GBP zu sehen. Damit büßte das Papier seit dem im Februar infolge der Jahreszahlen erreichten Rekordhoch von mehr als 14,10 GBP zehn Prozent ein.
Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für HSBC nach Zahlen auf "Neutral" mit einem Kursziel von 1360 Pence belassen. Das erste Quartal der britischen Bank mache einen gemischten Eindruck, schrieb Kian Abouhossein in einer am Dienstag vorliegenden Schnelleinschätzung. Einer starken Gebührenentwicklung stünden höhere Wertberichtigungen gegenüber. Er rechnet nicht mit größeren Anpassungen am Analystenkonsens.
Ziele trotz schwacher Zahlen bestätigt
Trotz des Abschlags seit dem Höchststand zählt die HSBC-Aktie in den vergangenen zwölf Monaten zu den stärksten Titeln europäischer Großbanken. Der Börsenwert zog seit Mai 2025 um rund die Hälfte auf rund 220 Milliarden Pfund an. Die britische Bank ist damit mit Abstand das wertvollste Geldhaus Europas. Den Großteil ihres Geschäfts macht die Bank allerdings nicht in Europa, sondern in Asien.
HSBC-Chef Georges Elhedery bestätigt die Ziele, die Rendite auf das materielle Eigenkapital der Bank vor Sondereffekten von 2026 bis 2028 auf mindestens 17 Prozent nach oben treiben zu wollen. Im vergangenen Jahr hatte die Rendite bei 13,3 Prozent gelegen. Dazu sollen die Erträge des Instituts von Jahr zu Jahr steigen. Von 2027 auf 2028 sollen sie um fünf Prozent zulegen.
Seit seinem Antritt an der HSBC-Spitze im Jahr 2024 hat Elhedery einen radikalen Umbau der Bank eingeleitet. Er strich tausende Jobs und stieß mehrere Geschäftsbereiche ab oder machte sie dicht.
/zb/mis/stk
HONGKONG/LONDON (dpa-AFX)
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Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 23.06.26 | HSBC Hold | Deutsche Bank AG | |
| 22.05.26 | HSBC Neutral | JP Morgan Chase & Co. | |
| 14.05.26 | HSBC Sector Perform | RBC Capital Markets | |
| 12.05.26 | HSBC Overweight | Barclays Capital | |
| 07.05.26 | HSBC Neutral | JP Morgan Chase & Co. |
