Google-Deal treibt Aktie

Fervo Energy-Aktie zieht nach Rekord-Stromvertrag mit Alphabet-Tochter Google zweistellig an


Fervo Energy-Aktie zieht nach Rekord-Stromvertrag mit Alphabet-Tochter Google zweistellig an

Ein Stromabnahmevertrag mit Google sorgt für Bewegung bei der Fervo-Energy-Aktie. Ausschlaggebend ist ein Projekt in Utah.

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  • Google sichert sich Strom aus dem größten PPA für Enhanced-Geothermal-Systeme weltweit
  • Erweiterungsoption könnte den Deal auf fast 1 Gigawatt anwachsen lassen
  • Analysten sehen trotz gesenkter Kursziele überwiegend Kaufpotenzial
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Fervo Energy, ein auf Enhanced-Geothermal-Systeme spezialisiertes Energieunternehmen, hat mit Google einen Stromabnahmevertrag über 396 Megawatt unterzeichnet, die nach eigenen Angaben bislang größte Vereinbarung dieser Art weltweit. Der Strom soll aus dem Cape-Station-Projekt in Utah kommen, das voraussichtlich 2028 vollständig ans Netz geht.

Google sichert sich Zugriff auf Geothermie-Strom aus Utah

Die Vereinbarung sieht vor, dass Google rund um die Uhr Strom aus dem Cape Station GeoCluster im Südwesten Utahs bezieht, einem Projekt, in das Fervo Energy nach eigenen Angaben mehr als 2 Milliarden US-Dollar investiert. Das Unternehmen rechnet damit, im Rahmen der ersten Projektphase noch dieses Jahr mit der Einspeisung von Strom ins Netz zu beginnen, die volle Kapazität der zweiten Phase mit 400 Megawatt soll bis 2028 folgen. Der bezogene Strom reiche nach Unternehmensangaben aus, um eine mittelgroße Stadt zu versorgen, zusätzliche Kosten für bestehende Netzkunden entstünden dabei nicht.

Google hat zudem eine Option, sein Offtake um rund 600 Megawatt auf fast 1 Gigawatt zu erweitern, allerdings nur bis Juni 2030 und abhängig von technischer Machbarkeit sowie behördlichen Genehmigungen auf Landes- und Kommunalebene. Der Konzern will den Strom für ein Rechenzentrum in Utah nutzen, dessen genauer Standort noch nicht feststeht, wie investing.com unter Berufung auf einen Artikel des Wall Street Journal berichtet. Lucia Tian, Director of Advanced Energy Technologies bei Google, bezeichnete die Vereinbarung als fundamentalen Baustein für die Energieversorgung der Präsenz des Konzerns in Utah.

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Fervo Energy-Aktie zieht zweistellig an

Bei Anlegern scheint der Deal gut anzukommen: Im NASDAQ-Handel am Dienstag zieht das Papier zeitweise zweistellig um 28,22 Prozent auf 19,72 US-Dollar an. Fervo Energy ist erst seit Mai börsennotiert und hatte beim Börsengang im zweiten Quartal 2026 einen Bruttoerlös von rund 2,2 Milliarden US-Dollar eingenommen. Im selben Quartal wies das Unternehmen einen operativen Verlust von 28,7 Millionen US-Dollar und einen Nettoverlust von 55,9 Millionen US-Dollar aus, während die Investitionsausgaben auf 226,5 Millionen US-Dollar stiegen, mehr als das Doppelte des Vorjahreswerts.

Parallel zu den Quartalszahlen hatte Fervo Energy sein langfristiges Entwicklungsziel auf 1,1 Gigawatt bis 2030 angehoben, die Entwicklungspipeline summierte sich zum Quartalsende auf mehr als 50 Gigawatt. Tim Latimer, CEO und Mitgründer von Fervo Energy, erklärte, die Vereinbarung mit Google bestätige, dass Enhanced-Geothermal-Systeme bereit seien, die nächste Generation von Computing-Infrastruktur mit Energie zu versorgen. Die Partnerschaft der beiden Unternehmen reicht bis ins Jahr 2023 zurück, als das Pilotprojekt Project Red in Nevada ans Netz ging, gefolgt von einer 115-Megawatt-Vereinbarung im Juni 2024.

Analysten durchweg optimistisch

Ein Blick auf die Analysteneinschätzungen zur Fervo Energy-Aktie zeigt Geschlossenheit unter den Experten. So raten alle elf Wall Street-Analysten bei einem durchschnittlichen Kursziel von 44,30 US-Dollar zum Kauf.

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Erst Mitte August bestätigten die Experten von Guggenheim, Bernstein und JPMorgan ihre Kaufempfehlung. Doch letzterer kürzte sein Kursziel von 47,00 US-Dollar auf 38,00 US-Dollar deutlich ein. Zum aktuellen Kursniveau (Schlusskurs von Montag: 15,38 US-Dollar) wäre das immerhin noch ein Aufwärtspotenzial von rund 147 Prozent.

Wie zügig die Genehmigungen für die geplante Kapazitätserweiterung in Utah vorankommen und wie sich der Baufortschritt am Cape-Station-Projekt entwickelt, dürfte die weitere Berichterstattung zu Fervo Energy prägen.

Benedict Kurschat, Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Fenixx666 / Shutterstock.com, JPstock / Shutterstock.com

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Datum Rating Analyst
01.10.26 Alphabet A (ex Google) Outperform RBC Capital Markets
01.10.26 Alphabet A (ex Google) Buy Jefferies & Company Inc.
01.10.26 Alphabet A (ex Google) Overweight JP Morgan Chase & Co.
01.10.26 Alphabet A (ex Google) Outperform RBC Capital Markets
03.08.26 Alphabet A (ex Google) Buy Jefferies & Company Inc.

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