Grenke verdient in 3Q wegen Pandemie deutlich weniger
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Leasinganbieter Grenke hat im dritten Quartal aufgrund einer gestiegenen Risikovorsorge deutlich weniger verdient. Zudem beabsichtigt das Unternehmen die bestehenden 16 Franchise-Unternehmen zu integrieren, die der Konzern noch nicht übernommen hat. Der Erwerb der Anteile soll in den kommenden 12 bis 18 Monaten schrittweise erfolgen.
Wie das im MDAX gelistete Unternehmen mitteilte, sank das Neugeschäft der Grenke Gruppe um 19,2 Prozent auf 704,1 Millionen Euro. Das Zinsergebnis stieg auf 96,0 Millionen Euro um 2,5 Prozent zum Vorjahr. Die Risikovorsorge erhöhte sich aufgrund der Pandemie deutlich um 51,7 Prozent auf 48,8 Millionen Euro. Die Schadensquote lag bei 2,2 Prozent.
Das operative Ergebnis sank um 39,9 Prozent auf 25,9 Millionen Euro. Der Vorsteuergewinn brach um 46,3 Prozent ein auf 22,9 Millionen Euro. Der Konzerngewinn halbierte sich auf 17,7 Millionen Euro gegenüber 35,6 Millionen im Vorjahr, was einem Ergebnis je Aktie von 0,38 Euro entspricht. Für das vierte Quartal rechnet die Geschäftsführung vor dem Hintergrund der Pandemie mit einem Neugeschäft von rund 60 Prozent des Vorjahresniveaus.
Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wird Sebastian Hirsch neuer Finanzvorstand und CEO Antje Leminske soll zusätzlich den Bereich Interne Revision verantworten. Zudem soll der Vorstand um einen Chief Risk Officer erweitert werden.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/err/cbr
(END) Dow Jones Newswires
October 29, 2020 03:28 ET (07:28 GMT)
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