Griechenland: Neun Millionen Euro Schaden durch Stromdiebstahl


ATHEN (dpa-AFX) - Die griechische Polizei hat eine Bande ausgehoben, die mit Stromdiebstahl einen Schaden von rund neun Millionen Euro verursacht haben soll. Laut Medienberichten sollen zu den Abnehmern des gestohlenen Stroms einflussreiche Geschäftsleute, Inhaber bekannter Gastronomiebetriebe und Tankstellen gehört haben. Fünf Menschen wurden festgenommen, gegen 101 mutmaßliche "Kunden" der Diebe wird ermittelt.

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Die Bande war laut Mitteilung der Polizei in weiten Teilen Griechenlands aktiv und ging sehr gewieft vor. So hätten die Täter nicht etwa Mittel- und Hochspannungsmasten manipuliert, wie es in den meisten von der Polizei aufgedeckten Fällen von Stromdiebstahl sei. Vielmehr sei es ihnen gelungen, moderne digitale Stromzähler zu hacken. Diesen Service verkauften sie an private Stromkunden und Unternehmen - und verdienten damit rund 370.000 Euro.

Bislang wurden 600 Fälle dieser Art von Stromdiebstahl festgestellt, die auf das Konto der Täter gehen sollen. Der Tageszeitung "Kathimerini" zufolge verursacht Stromdiebstahl in Griechenland jährlich mehr als 450 Millionen Euro Schaden. Führungskräfte des landesweiten griechischen Netzbetreibers DEI schätzen demnach, dass der Durchschnittskunde dadurch pro Jahr 60 Euro mehr für Strom bezahlen muss./axa/DP/stw

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