Siemens Healthineers-Aktie stabil: Wachstumserwartung erneut gesenkt
Siemens Healthineers kappt nach einem deutlichen Umsatzrückgang in der Labordiagnostik im dritten Quartal die Wachstumsprognose für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr erneut.
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Erwartet wird nun ein vergleichbares Umsatzwachstum zwischen 3,5 und 4,0 Prozent zum Vorjahr statt wie bisher 4,5 bis 5,0 Prozent, wie der Medizintechnikkonzern mitteilte. Zugleich werden die Gewinne besser ausfallen. Wegen der Rückerstattung gezahlter US-Handelszölle hob Healthineers zugleich die Ergebnisprognose an. Das bereinigte unverwässerte Ergebnis je Aktie wird nun zwischen 2,35 und 2,45 Euro statt wie bisher zwischen 2,20 und 2,30 Euro erwartet.
Im dritten Quartal verbuchte Siemens Healthineers ein vergleichbares Wachstum von 2,8 Prozent auf 5,82 Milliarden Euro. Das blieb damit nicht nur hinter dem Jahresziel zurück, sondern verfehlte auch die Markterwartungen. Analysten hatten im Konsens mit 4,5 Prozent Wachstum gerechnet.
Einem starken Zuwachs von 9,2 Prozent im Geschäft mit der Strahlentherapie und einem moderaten Plus von 2,3 Prozent in der Bildgebung stand ein Umsatzrückgang um 5,5 Prozent in der Labordiagnostik gegenüber, der in China sogar erheblich ausfiel.
Das bereinigte EBIT kletterte unter anderem wegen der Rückerstattung von US-Handelszöllen um 15,6 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro und die Marge erreichte 19,1 (Vorjahr: 16,8) Prozent. Hier hatten Analysten jeweils mit Rückgängen gerechnet.
"Wir hatten eine großartige Auftragsdynamik", sagte Vorstandschef Bernd Montag. Der synergetische Kern abseits des Laborgeschäfts habe sich sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis als robust erwiesen.
Wegen der anhaltend rückläufiger Diagnostics-Umsätze in China hatte Siemens Healthineers die Umsatzprognose schon vor einem Quartal reduziert.
Siemens Healthineers könnte auf den Namen Siemens verzichten
Siemens Healthineers könnte nach der geplanten Abspaltung vom Mutterkonzern nach einer Übergangszeit auf den Namen Siemens verzichten und dann ausschließlich Healthineers heißen. Ein völlige Umbenennung wie im Fall von Siemens Energy, das künftig den Namen Omterra führen wird, ist nach den Worten von Healthineers-Chef Bernd Montag nicht vorgesehen.
"Wir haben ja seit knapp zehn Jahren einen in unserer Branche sehr starken Doppelnamen eingeführt", sagte er in der Telefonpressekonferenz zu den Neunmonatszahlen. "Und von daher müssen wir uns da keine anderen Gedanken machen."
Noch sei aber nicht entschieden, ob der Name Siemens aufgegeben werde. Die Frage, ob eine partielle Namensgleichheit vorteilhaft sei oder nicht, sei Teil der Abspaltungsverhandlungen mit Siemens und werde bis zum Jahresende entschieden.
"Wir gehen sehr fest davon aus, dass der Zeitplan, wie er bis jetzt kommuniziert worden ist, auch so eingehalten werden kann", sagte Montag. Im Februar nächsten Jahres müssen dann noch die Hauptversammlungen beider Unternehmen der Trennung zustimmen, damit sie umgesetzt werden kann.
So reagiert die Siemens Healthineers-Aktie
Der gesenkte Umsatzausblick für das Geschäftsjahr 2025/26 hat am Freitag die Aktie von Siemens Healthineers belastet. Via XETRA verharrt sie zeitweise 0,03 Prozent schwächer bei 37,19 Euro.
Zwar hob der Medizintechnik-Hersteller seine bereinigte Gewinnprognose je Aktie an, doch der Grund waren nur positive Sondereffekte aus US-Steuerrückerstattungen. Dagegen senkte er angesichts eines schwachen Diagnostikgeschäfts im dritten Geschäftsquartal das Jahresumsatzziel 2025/26.
Das kam bei Anlegern und Analysten nicht so gut an. Doch Bernstein-Analystin Susannah Ludwig sah auch Positives. Sie hob auch den "sehr starken Auftragsbestand" hervor. Dieser dürfte für Zuversicht über eine neuerliche Wachstumsbeschleunigung im Bereich Bildgebung sowie über eine breitere Umsatzunterstützung in den kommenden Quartalen sorgen.
Dow Jones Newswires / dpa-AFX
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| 06.08.26 | Siemens Buy | UBS AG | |
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| 06.08.26 | Siemens Hold | Deutsche Bank AG |
