Habeck: Sollten Hilfsprogramme für Industrie verlängern


Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat den energieintensiven Unternehmen wegen der hohen Energiekosten weitere Hilfen zugesagt. Angesichts der hohen Preise sei klar, dass die innerhalb der Europäischen Union vereinbarten Hilfen im Rahmen des "Temporary Frameworks" über den 1. September hinaus verlängert werden müssten. Dies habe er auch auf dem Treffen mit den EU-Energieministern Anfang der Woche gesagt.

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"Die Energiekrise ist ja nicht vorbei. Im Gegenteil - sie kommt ja eigentlich erst auf die Wirtschaft zu", sagte Habeck beim Besuch des energieintensiven Unternehmens Wiegand Glas im thüringischen Schleusingen. Insgesamt sei die wirtschaftliche Lage zugespitzt.

Er betonte zudem, dass man die Versorgungssicherheit mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln sicherstellen müsse. Es gehe darum, dass die Unternehmen den Verbrauch an Energie dort senkten, wo es gehe. Denn Betriebe wie etwa in der Glasindustrie, die den Verbrauch nicht einfach runterfahren könnten, benötigten genug Prozessenergie.

Aber auch die Bundesregierung setze "alle Hebel in Bewegung setzten", um Gas zusätzlich nach Deutschland zu bekommen, sagte Habeck zu.

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Dennoch sei klar, dass man für die Glasindustrie und energieintensive Industrie höhere Mehrbelastungen "nicht verhindern werden" könne.

"Natürlich geht es nicht darum, keine Mehrbelastung auf sich zukommen zu lassen, sondern das Überleben der Industrie in schwierigsten Zeiten zu sichern. Und da haben wir einen schwierigen Winter vor uns und einen nächsten Winter vor der Brust", so Habeck. "Diese Zeit ist überbrückbar und sie muss überbrückt werden."

Habeck gab bei dem Besuch die politische Zusage der Bundesregierung, alles für dieses Ziel zu tun.

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Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/smh

(END) Dow Jones Newswires

July 29, 2022 06:31 ET (10:31 GMT)

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