Halbleiter & Chips

Milliarden-Joint-Venture geplant: Sony und TSMC starten Offensive gegen Samsung - Aktien reagieren


Milliarden-Joint-Venture geplant: Sony und TSMC starten Offensive gegen Samsung - Aktien reagieren

Sony und TSMC planen ein milliardenschweres Gemeinschaftsunternehmen für die nächste Generation von Bildsensoren in Japan. Das hat Folgen für die Konkurrenz.

Werte in diesem Artikel

  • Sony und TSMC bündeln offenbar Milliarden für Bildsensoren
  • Neue Fertigung in Kumamoto soll Apple und Robotik bedienen
  • Rivalen Samsung und OmniVision geraten unter Zugzwang
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Sony und TSMC planen laut einem Bericht der Zeitung Nikkei ein Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von Bildsensor-Chips der nächsten Generation in Japan. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 1 Billion Yen, umgerechnet etwa 6,3 Milliarden US-Dollar. Für die Sony-Aktie und den gesamten Wettbewerb um Kamerachips für Smartphones und Roboter hat das Vorhaben Gewicht.

Sony und TSMC planen Milliarden-Investment in Kumamoto

Laut dem Bericht soll das geplante Gemeinschaftsunternehmen zu rund 60 Prozent Sony und zu 40 Prozent TSMC gehören. Die Investitionsvereinbarung soll zeitnah finalisiert und die Gesellschaft bis zum Ende von Sonys Geschäftsjahr 2026 im März 2027 gegründet werden. Als Produktionsstandort ist das Werk von Sony Semiconductor Solutions in Koshi in der Präfektur Kumamoto vorgesehen, die Massenproduktion könnte laut dem Bericht frühestens 2029 anlaufen. Zusätzlich verhandeln die Unternehmen mit Japans Wirtschaftsministerium METI über mögliche Subventionen, heißt es in dem Nikkei-Bericht weiter.

Die Sensoren sollen Medienberichten zufolge unter anderem für Apples iPhone geliefert werden, zugleich wollen Sony und TSMC die Chip-Leistung für sogenannte Physical-AI-Anwendungen wie Roboter und autonome Fahrzeuge verbessern. Das geplante Investment entspräche etwa vier Jahren an Kapitalausgaben von Sonys Halbleitersparte und käme nahe an TSMCs rund 8,6 Milliarden US-Dollar schwere Investition in dessen erstes Kumamoto-Werk heran. Bereits Mitte Mai hatten Sony Semiconductor Solutions und TSMC eine nicht bindende Grundsatzvereinbarung für die Partnerschaft unterzeichnet, in der Sony als Mehrheits- und kontrollierender Anteilseigner des Joint Ventures vorgesehen war. Sony-Semiconductor-CEO Shinji Sashida sprach damals von einer bedeutenden Initiative, die die Stärken beider Unternehmen zusammenführe. TSMC-Senior-Vice-President Kevin Zhang bezeichnete den Schritt als wichtigen Fortschritt für Sensortechnologie im KI-Zeitalter.

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Sony stärkt Position im Bildsensormarkt

Laut einer Marktanalyse von Global Market Insights hielt Sony Semiconductor Solutions 2025 einen Anteil von 43,4 Prozent am globalen Bildsensormarkt, vor Samsung Electronics mit 20,2 Prozent, OmniVision mit 10,8 Prozent, STMicroelectronics mit 5,1 Prozent und Onsemi mit 3,6 Prozent. Die fünf größten Anbieter kamen zusammen auf 83,1 Prozent Marktanteil.

An den asiatischen Börsen sorgte der Bericht am Montag für Aufmerksamkeit, die Sony-Aktie legte letztlich 1,16 Prozent auf 3.764 JPY zu. Die TSMC-Aktie ist unterdessen in Taiwan mit einem Plus von 0,42 Prozent bei 2.380 TWD aus dem Handel gegangen. Chip-Zulieferer wie Advantest und Tokyo Electron zählten am selben Tag zu den größten Gewinnern im Nikkei 225.

Claudia Stephan, Julia Walter, Redaktion finanzen.net

Dieser Text dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schließt jegliche Regressansprüche aus.

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Bildquellen: Tupungato / Shutterstock.com, Michael Vi / Shutterstock.com

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