Hisbollah und Israel greifen sich gegenseitig im Libanon an


TEL AVIV/BEIRUT (dpa-AFX) - Israels Armee greift eigenen Angaben zufolge weiterhin Ziele der Hisbollah im Nachbarland Libanon an. Die vom Iran unterstützte Miliz habe in der Nacht zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen gegen israelische Soldaten in der Gegend eines strategisch wichtigen Hügels namens Ali al-Taher im Südlibanon eingesetzt, teilte das israelische Militär am Morgen mit. Als Reaktion darauf seien Einrichtungen der Hisbollah, in denen sie Angriffe auf israelische Zivilisten und israelische Soldaten plane, in der Gegend der nahegelegenen Stadt Nabatija ins Visier genommen worden.

Werbung

Libanons staatliche Nachrichtenagentur NNA bestätigte mehrere Angriffe Israels in der Nacht im Südlibanon. Bei Angriffen auf den Ort Arab Salim seien Gräber auf einem Friedhof beschädigt worden. Weiterhin habe es im Morgengrauen heftige Angriffe gegeben. Bei den nächtlichen Angriffen in der Gegend um Nabatija und Ali al-Taher seien erneut auch Wohnhäuser zerstört worden. Zu Opfern gab es zunächst keine Angaben. Die Hisbollah äußerte sich zunächst nicht.

Die Anhöhen von Ali al-Taher sind ein umkämpftes Gebiet im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah. Unter dem Hügel soll sich auch ein unterirdisches Tunnelsystem der Hisbollah befinden. Die "Times of Israel" berichtete, Israels Armee vermute dort noch immer verschanzte Kämpfer der Miliz.

Trotz einer eigentlich geltenden Waffenruhe werfen sich Israel und die Hisbollah immer wieder Verstöße gegen die Vereinbarung vor. Israels Armee ist weiterhin im Südlibanon stationiert und führt nahezu täglich Angriffe aus. Dabei kommen immer wieder Menschen ums Leben. Das jüngste Rahmenabkommen sieht sowohl den Rückzug israelischer Truppen aus dem Südlibanon als auch eine Entwaffnung der Hisbollah durch die libanesische Armee vor. Beide Punkte sind bislang nicht umgesetzt./cir/DP/zb

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.