Hohe Kerosinpreise

easyJet-Aktie trotz Gewinneinbruch fester: Das sind die Gründe


easyJet-Aktie trotz Gewinneinbruch fester: Das sind die Gründe

Der britische Billigflieger easyJet ringt während seines Übernahmekampfs durch zwei Finanzinvestoren weiter mit dem Last-Minute-Trend und hohen Kerosinpreisen.

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Im abgelaufenen Geschäftsquartal brach der bereinigte Vorsteuergewinn der Airline um 70 Prozent ein. Trotzdem kann easyJet-Chef Kenton Jarvis Tickets für den Sommer kaum teurer verkaufen. Stattdessen versucht er die Kundschaft mit attraktiven Angeboten zu ködern. Immerhin dürfte eine mögliche Verschärfung der Eigentumsregeln für Airlines in der EU eine Übernahme von easyJet durch den US-Finanzinvestor Apollo nach Einschätzung der easyJet-Spitze nicht verhindern.

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An der Börse wurden die Neuigkeiten positiv aufgenommen, nachdem Bedenken wegen einer möglichen Änderung der Regeln die easyJet-Aktie am Vortag um letztlich rund zwölf Prozent abwärts geschickt hatte. Zuletzt stand die easyJet-Aktie 5,27 Prozent höher bei 6,16 Pfund. Auslöser war ein Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, demzufolge die EU die Vorschriften für ausländische Beteiligungen an Fluggesellschaften überprüfen will. Bis Donnerstagmittag ging es für die Aktie nun wieder um mehr als fünf Prozent nach oben.

Die easyJet-Führung zeigte sich am Donnerstag überzeugt, dass eine Änderung der Regeln erst weit nach einer möglichen Übernahme greifen würde. Die Beratungen der EU dazu dürften zwei bis drei Jahre dauern, erklärte Jarvis in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Dies überschreite die Dauer des Gebots von Apollo deutlich. easyJet sitzt zwar in Großbritannien und damit nicht innerhalb der EU, ist durch ihre starke Präsenz und ihren Flugbetrieb in der Europäischen Union aber dennoch von solchen Regeln betroffen.

Derzeit ringen zwei Finanzinvestoren um die britische Billigfluggesellschaft: Nachdem das US-Unternehmen Castlelake bei der Airline erst nach mehreren Angeboten auf positive Resonanz gestoßen war, grätschte der Konkurrent Apollo (Apollo Global Management) mit einem höheren Gebot dazwischen. Dieses fand die größere Zustimmung von easyJet.

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Nach britischem Übernahmerecht muss Apollo nun bis zu 7. August ein verbindliches Angebot vorlegen. Laut easyJet besteht keine Garantie, dass es tatsächlich dazu kommt.

Die Ticketpreise für das Sommerquartal von Juli bis September lägen derzeit auf Vorjahresniveau, teilte das umworbene Unternehmen am Donnerstag in Luton bei London mit. Die Last-Minute-Buchungen seien stark und auch die etwas früheren Buchungen begännen sich zu verbessern.

Auch für das Ergebnis des restlichen Geschäftsjahres bis Ende September dürfte der Iran-Krieg die entscheidende Rolle spielen: "Wie das Geschäftsjahr ausgeht, hängt von den wichtigen ausstehenden Buchungen ab sowie von den Treibstoffpreisen ab, die weiterhin volatil sind", schreibt easyJet.

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In den drei Monaten April bis Juni steigerte easyJet den Umsatz im Jahresvergleich um zwei Prozent auf knapp 3 Milliarden britische Pfund (rund 3,5 Mrd Euro). Der um Sonderposten bereinigte Vorsteuergewinn lag wegen der stark gestiegenen Kerosinkosten mit 85 Millionen Pfund jedoch 70 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor.

/stw/nas/mis

LUTON (dpa-AFX)

Bildquellen: i4lcocl2 / Shutterstock.com, pio3 / Shutterstock.com

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21.08.26 easyJet Sector Perform RBC Capital Markets
20.08.26 easyJet Market-Perform Bernstein Research
07.08.26 easyJet Neutral JP Morgan Chase & Co.
06.08.26 easyJet Sector Perform RBC Capital Markets
27.07.26 easyJet Neutral UBS AG

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