Holzmann: EZB muss auf Sicht fahren


WIEN (Dow Jones)--Der Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB), Robert Holzmann, geht davon aus, dass das kommende Jahr 2022 von Inflation und Pandemie geprägt sein wird. Es gebe aber dennoch Grund für Optimismus. "Wir beobachten die Entwicklungen sehr genau. Das ist wichtig, denn mit kürzeren Ereigniszyklen ist nur ein Fahren auf Sicht möglich", erlärte das Ratsmitlied der Europäischen Zentralbank (EZB). "Die größte Stärke der Geldpolitik - ihre Fähigkeit, sehr rasch zu handeln und sich in kürzester Zeit auf neue Gegebenheiten einzustellen - ist vor allem jetzt und in den nächsten Monaten gefragt."

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Entscheidend werde im neuen Jahr sein, schrittweise den Ausstieg aus Negativzinsen und der unkonventionellen Geldpolitik einzuleiten und jede Nähe einer monetären Staatsfinanzierung zu vermeiden, führte Holzmann aus. Die Rahmenbedingungen dafür stünden nicht so schlecht. Die Inflation werde um den Jahreswechsel ihren Höhepunkt erreichen und sich dann langsam wieder abschwächen. "2021 wird gemäß unserer Prognose die HVPI-Inflationsrate bei 2,7 Prozent liegen, im Jahr darauf werden gestiegene Energiepreise, die Einführung der CO2-Steuer per 1. Juli sowie weitere Teuerungen zu einem weiteren Anstieg auf 3,2 Prozent führen", so der Gouverneur.

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