Ifo: Baden-Württembergs Industrie besonders von Kurzarbeit betroffen
BERLIN (Dow Jones)--Die baden-württembergische Industrie ist weitaus stärker von der Kurzarbeit betroffen als der Rest der Republik. 58 Prozent der Firmen des verarbeitenden Gewerbes haben in Baden-Württemberg im August Kurzarbeit gefahren, im Vergleich zu 53 Prozent im Durchschnitt des Bundesgebietes, so das Ergebnis einer Sonderauswertung des Ifo-Instituts zu seiner Konjunkturumfrage.
Mit 74 Prozent waren besonders die Hersteller von Gummi- und Kunststoffwaren in Baden-Württemberg von Kurzarbeit betroffen. Im Bundesdurchschnitt waren es lediglich 48 der Betriebe.
Die Autohersteller und Zulieferer hatten dort zu 69 Prozent Kurzarbeit, im Bund 65 Prozent. Auch fuhren 68 Prozent der Druckereien im Südwesten Kurzarbeit, im Bund 62 Prozent. Im Maschinenbau waren es 65 Prozent, im Bund waren es vier Prozentpunkte weniger.
Bei den Herstellern von Geräten der Datenverarbeitung waren es im Südwesten 62 Prozent, im Bund 52 Prozent. Ein großer Unterschied ergab sich bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen. Sie hatten zu 61 Prozent Kurzarbeit, der Durchschnitt lag hingegen nur bei 48 Prozent.
Auch bei den Firmen, die Glaswaren und Keramik herstellen, lag Baden-Württemberg mit 42 Prozent über dem Durchschnitt von 37 Prozent. Bei der Metallerzeugung hingegen war es umgekehrt: 48 Prozent der Betriebe in Baden-Württemberg fuhren Kurzarbeit, währen der bundesweite Durchschnitt 80 Prozent betrug.
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September 17, 2020 02:20 ET (06:20 GMT)