Ifo: Mindestlohn führte zu Beschäftigungsabbau


MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Mindestlohn hat einer Studie des Ifo-Instituts zufolge zu einem Beschäftigungsabbau geführt. Ausschlaggebend dafür sei die Verringerung der Arbeitszeit, sagte der Leiter der Ifo-Niederlassung Dresden, Marcel Thum, am Mittwoch: Wenn Firmen wegen gleichbleibender Einnahmen, aber höherer Ausgaben die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter reduzieren, sinke das Arbeitsvolumen. "In der Summe erhält man Beschäftigungsverluste durch den Mindestlohn zwischen 129 000 und 594 000 Arbeitsplätzen."

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Die Bundesregierung hatte 2015 einen allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn eingeführt. Derzeit beträgt er 9,35 Euro. "Im ersten Jahr der Einführung des Mindestlohns machte die Arbeitszeitreduktion die Stundenlohnerhöhungen nahezu vollkommen wett", schrieben die Autoren. Würde der Mindestlohn nicht teilweise umgangen, wären die Beschäftigungsverluste höher. "Tatsächlich ist die Umsetzung des Mindestlohns bislang alles andere als umfassend."/rol/DP/jha

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