IMK-Konjunkturforscher: Rezession ist wahrscheinlicher geworden


DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession in Deutschland in den kommenden drei Monaten hat nach Ansicht von Konjunkturforschern der Hans-Böckler-Stiftung zugenommen. Laut Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) sei das Rezessionsrisiko innerhalb eines Monats von 57,8 auf 64,1 Prozent gestiegen, berichtete die Stiftung am Dienstag in Düsseldorf. Als Gründe nannte das IMK unter anderem einen geringeren privaten Verbrauch infolge höherer Energie- und Nahrungsmittelpreise, weniger Auftragseingänge in der Industrie und ein schwächeres Wachstum der Weltwirtschaft infolge der US-Zinserhöhungen.

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"In den kommenden Monaten belasten absehbar die hohen Energie- und Nahrungsmittelpreise den Konsum, weil die Menschen an anderer Stelle sparen müssen", erklärte IMK-Direktor Sebastian Dullien. Um die Konjunktur zu stabilisieren, sei es deshalb wichtig, dass die Kaufkraft der Bevölkerung gestützt werde. "Dazu sind jetzt angemessene Lohnerhöhungen und staatliche Entlastungsmaßnahmen wie eine schnelle Umsetzung der Strompreisbremse und eines Gaspreisdeckels für den Grundverbrauch notwendig."/tob/DP/bgf

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