Inflation in Großbritannien schwächt sich überraschend deutlich ab
LONDON (dpa-AFX) - In Großbritannien hat sich die Inflation im Juli spürbar abgeschwächt. Die Verbraucherpreise lagen 2,0 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie die Statistikbehörde ONS am Mittwoch in London mitteilte. Im Juni hatte die Inflationsrate noch bei 2,5 Prozent gelegen und damit auf dem höchsten Stand seit August 2018. Analysten wurden von der Stärke des Rückgangs der Teuerung überrascht. Sie hatten für Juli im Schnitt mit einer Inflationsrate von 2,3 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stagnierte das Preisniveau, während Analysten mit einem Zuwachs um 0,2 Prozent gerechnet hatten.
Unter anderem hat sich die Preisentwicklung für Schuhe und Kleidung deutlich abgeschwächt. Im Juli sind auch die Preise für Alkohol und Tabak im Jahresvergleich nicht mehr so stark gestiegen wie im Juni. Ein starker Preistreiber bleiben hingegen die Transportkosten.
In Großbritannien liegt die Inflationsrate wieder bei dem von der Notenbank angestrebten Ziel von zwei Prozent. Hier wird die Preisstabilität als gewährleistet angesehen. Viele Experten und auch die Notenbanken schätzen den jüngsten Anstieg der Inflation als eine vorübergehende Erscheinung ein.
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