Inflation steigt in Tschechien auf mehr als 17 Prozent


PRAG (dpa-AFX) - Die Inflation in Tschechien steigt weiter. Die Vebraucherpreise stiegen im Juni um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie die nationale Statistikbehörde CSU am Mittwoch in Prag mitteilte. Im Jahresvergleich zogen die Preise um 17,2 Prozent an. Das war der höchste Wert seit Dezember 1993, als die Teuerungsrate bei 18,2 Prozent lag.

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Besonders spürbar war die Teuerung demnach bei Gas und Strom sowie bei Lebensmitteln wie Geflügel, Wurstwaren, Käse und Joghurt, Speiseölen- und Fetten sowie Kartoffeln. Die Preise für Pauschalreisen nahmen gegenüber 2021 um 15,4 Prozent zu.

Der EU-Mitgliedstaat Tschechien hat mit der Krone eine eigene Währung. Um die hohe Inflationsrate zu zügeln, verfolgt die tschechische Nationalbank eine vergleichsweise straffe Geldpolitik. Der Leitzins stieg zuletzt auf sieben Prozent an - den höchsten Wert seit 1999. Der neue Nationalbankpräsident Ales Michl nannte die Senkung der Inflation in einer Erklärung zu seinem Amtsantritt Anfang Juli als eine seiner Prioritäten. Er galt bisher als Gegner der wiederholten Zinserhöhungen./hei/DP/jha

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