Irans Präsident ruft Bevölkerung zum Stromsparen auf


TEHERAN/BERLIN (dpa-AFX) - Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat die Bevölkerung angesichts massiver Versorgungsengpässe zum Stromsparen aufgerufen. Laut der Nachrichtenagentur Mehr sagte Peseschkian, der Konsum müsse eingeschränkt werden. "Zu Hause sollten statt zehn Lampen nur zwei eingeschaltet sein - was spricht dagegen?"

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Peseschkian begründete die Krise primär mit militärischen Angriffen der USA und Israels auf die nationale Infrastruktur sowie einer "Belagerung". Damit bezieht er sich auf die US-Blockade iranischer Häfen. Eine unabhängige Schadensbilanz zu den behaupteten Treffern an Energieanlagen liegt jedoch bisher nicht vor.

Fachleute der Internationalen Energieagentur (IEA) und unabhängige Analysten weisen darauf hin, dass die Ursachen der Krise vielschichtig sind. Demnach gelten seit Jahren eine marode Infrastruktur, staatlich subventionierte Niedrigpreise und gravierende Managementfehler als Haupttreiber des Energiemangels.

Dass sich der Präsident nun persönlich mit Details wie der Anzahl von Glühbirnen an die Öffentlichkeit wendet, werten Beobachter als Zeichen für den Ernst der Lage. Die Führung in Teheran versucht offensichtlich, einem Aufflammen neuer sozialer Unruhen vorzubeugen, da Energiemangel bereits in der Vergangenheit landesweite Proteste befeuert hatte./da/DP/he

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