Israel und Hisbollah greifen einander wieder gegenseitig an


TEL AVIV/BEIRUT (dpa-AFX) - Trotz formell geltender Waffenruhe bleibt die Lage im Südlibanon und Nordisrael angespannt. Israels Armee griff eigenen Angaben zufolge erneut Ziele der Hisbollah im Süden des Nachbarlandes an. Sie sprach von Infrastruktur der Miliz. Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es am Nachmittag, das israelische Militär habe mehrere Orte im Südlibanon bombardiert. Über mögliche Opfer dabei wurde zunächst nichts bekannt.

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Bei Gefechten am Boden zwischen israelischen Soldaten und der vom Iran unterstützten Miliz seien unterdessen mindestens zwei Hisbollah-Mitglieder im Südlibanon ums Leben gekommen, hieß es aus libanesischen Sicherheitskreisen weiter. Israels Armee sagte auf Anfrage, sie prüfe diesen Bericht.

In einer Erklärung teilte das israelische Militär derweil mit, dass in den vergangenen Tagen zehn bewaffnete Hisbollah-Mitglieder im Südlibanon getötet worden seien. Diese seien in der Nähe israelischer Soldaten aktiv gewesen und hätten eine Bedrohung für Israels Einsatzkräfte dargestellt.

Neuer Fluchtaufruf für Orte in Südlibanon

Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es weiter, dass Menschen aus mehreren Dörfern geflüchtet seien. Israels Armee hatte am Morgen die Einwohner mehrerer südlibanesischer Ortschaften dazu aufgerufen, diese zu verlassen. Sie will dort eigenen Angaben zufolge gegen die Hisbollah vorgehen.

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Israels Militär feuerte eigenen Angaben zufolge eine Abfangrakete auf ein "verdächtiges Flugobjekt" im Südlibanon, in einer Gegend, in der israelische Soldaten im Einsatz gewesen seien. In Nordisrael habe es deshalb Luftalarm gegeben. Ein weiteres "verdächtiges Flugobjekt" sei abgefangen worden, ehe es nach Israel dringen konnte. Die Hisbollah reklamierte einen Angriff auf israelische Stellungen im Südlibanon für sich./cir/DP/he

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