IWF: Immobilienkrise belastet Chinas Wirtschaft weiter


WASHINGTON (dpa-AFX) - Die anhaltende Immobilienkrise und eine gedämpfte Auslandsnachfrage belasten Chinas Wirtschaft. Die Wirtschaft des Landes wird einer Prognose des Internationalen Währungsfonds zufolge in diesem Jahr langsamer wachsen als im Vorjahr, wie der Internationale Währungsfonds (IWF) mit Sitz in Washington am Freitag mitteilte. Demnach geht der IWF für das Jahr 2024 von einem Wachstum um 4,6 Prozent aus, im Vorjahr lag der Wert noch bei 5,4 Prozent.

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Die Konjunktur der zweitgrößten Volkswirtschaft hatte sich nach dem Ende der strikten Null-Corona-Politik wieder erholt. Der Aufschwung sei etwa von der starken Nachfrage im Inland, einer lockeren Geldpolitik und Steuererleichterungen getragen worden, so der IWF.

Für die kommenden Jahre prognostiziert der IWF allerdings ein schwächeres Wachstum. Für das Jahr 2028 geht der Fonds von einem Wachstum um nur noch 3,4 Prozent aus. Eine schwache Produktivität und die alternde Bevölkerung sorgten für Gegenwind, hieß es. Auch die Inflation soll der Prognose zufolge ansteigen. Die Risiken mit Blick auf die Aussichten seien allerdings groß, so der IWF. Eine unerwartet starke Schrumpfung des Immobiliensektors könnte die private Nachfrage weiter belasten.

Der IWF begrüßte zwar die "kräftige Erholung" Chinas nach der Pandemie, betonte aber, dass die anhaltende Anpassung auf dem Immobilienmarkt die privaten Investitionen und das Verbrauchervertrauen weiterhin belasten würde. Der Immobiliensektor in China ist eine wichtige Stütze des Wachstums. Ein Gericht in Hongkong hatte zuletzt die Auflösung des hoch verschuldeten Immobilienkonzerns China Evergrande Group angeordnet. Peking versucht, den Markt zu stabilisieren und lockerte etwa die Vorschriften für Wohnungskäufe und Kredite.

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Der IWF machte deutlich, dass "marktfreundliche Strukturreformen" erforderlich seien, um die Risiken mit Blick auf die Prognose zu verringern. Zusätzliche Mittel für die Fertigstellung von Wohnungen müssten bereitgestellt werden, und die Regierung müsse Bauträgern helfen, sich an einen kleineren Immobilienmarkt anzupassen. So solle eine stärkere marktbasierte Preisanpassung möglich gemacht werden. Generell sei es mit Blick auf die Wirtschaft wichtig, dass China Handelsbeschränkungen reduziere./nau/DP/stk

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