IWF: Investmentfonds drängen Unternehmen zu mehr Nachhaltigkeit


Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Investmentfonds mit Klima- oder Nachhaltigkeitszielen haben weiterhin einen sehr geringen Anteil am weltweiten Fondsuniversum. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat ihr Volumen im vergangenen Jahr aber stark zugenommen. In seinem aktuellen Finanzstabilitätsbericht weist der IWF zudem darauf hin, dass Investmentfonds darüber hinaus in Sachen Nachhaltigkeit eine zunehmend konstruktive Rolle spielen, weil sie ihre Stimmrechte in Hauptversammlungen entsprechend nutzen.

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"Konventionelle Investmentfonds stimmten 2020 für fast 50 Prozent der klimabezogenen Aktionärsbeschlüsse, gegenüber etwa 20 Prozent im Jahr 2015", heißt es in dem Bericht. Fonds mit Nachhaltigkeitsfokus stimmten sogar für rund 60 Prozent solcher Beschlüsse, im Falle von Umweltfonds waren es fast 70 Prozent. "Darüber hinaus bedeutet die wachsende Beliebtheit von Investitionen in nachhaltige Fonds, dass mehr Kapital für Unternehmen mit einem hohen Nachhaltigkeitsrating zur Verfügung steht, was die Emission von Anleihen und Aktien der Unternehmen fördert", befindet der IWF.

Ende 2020 hatten Fonds mit einem Nachhaltigkeitssiegel ein Volumen von 3,6 Billionen US-Dollar, was 7 Prozent des gesamten Investmentfondssektors entsprach. Auf Fonds mit einem speziellen Klimaschwerpunkt entfielen lediglich 130 Milliarden Dollar. Dennoch zeichnet sich laut IWF ein Trend ab, wonach nachhaltige Investmentfonds schneller wachsen als konventionelle Fonds. Fonds mit Klimaschwerpunkt wuchsen 2020 um 48 Prozent.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/apo

(END) Dow Jones Newswires

October 04, 2021 09:00 ET (13:00 GMT)

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