Jahresprognose bleibt

HORNBACH startet furios ins Geschäftsjahr - Aktie legt zu


HORNBACH startet furios ins Geschäftsjahr - Aktie legt zu

Homeoffice, Ausgangssperren, Langeweile - in der Corona-Krise haben viele Menschen in Haus und Garten Hand angelegt.

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Dem Baumarktbetreiber HORNBACH Holding bescherte das im ersten Geschäftsquartal einen satten Umsatz- und Gewinnsprung. Der Aktienkurs schoss daraufhin am Mittwochmorgen prozentual fast zweistellig nach oben. Zum Handelsende stand im XETRA-Handel ein Gewinn von 5,85 Prozent auf 67,00 Euro an der Kurstafel. Dass das Management wegen der schwer abschätzbaren konjunkturellen Risiken durch die Corona-Krise erst einmal am Ausblick festhält, störte die Anleger nicht. Analyst Thomas Maul von der DZ Bank hält den Ausblick für konservativ.

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Für das Ende Februar endende Geschäftsjahr 2020/21 peilt HORNBACH laut Mitteilung vom Dienstagabend damit weiterhin einen Umsatz etwa in Höhe des Vorjahres von 4,7 Milliarden Euro an. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll leicht unter dem Vorjahreswert von 227 Millionen Euro liegen.

Im ersten Geschäftsquartal (bis Ende Mai) war der Umsatz nach ersten Berechnungen vor allem wegen des starken Wachstums in den 160 Bau- und Gartenmärkten des Teilkonzerns HORNBACH Baumarkt AG um 17,8 Prozent auf rund 1,6 Milliarden Euro nach oben gesprungen. Die größten Umsatzzuwächse erzielte das Unternehmen im Mai mit plus 34 Prozent, nachdem alle Märkte wieder geöffnet worden waren.

Das bereinigte operative Ergebnis legte im ersten Quartal sogar um 78 Prozent auf 173 Millionen Euro zu. Die Nachfrage sei vor allem dank des guten Wetters deutlich gestiegen, hieß es. Die endgültigen Zahlen des ersten Quartals sollen am 26. Juni veröffentlicht werden.

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Obwohl HORNBACH bereits im Mai eine sehr starke Geschäftsentwicklung angekündigt habe und seine Erwartungen dementsprechend hoch gewesen seien, habe das Unternehmen diese nun getoppt, schrieb Analyst Maul von der DZ Bank in einer ersten Einschätzung. Der Jahresausblick erscheine konservativ, auch da sich die Tendenz zum Rückzug ins häusliche Privatleben als Folge der Pandemie wohl verstärken werde. Der Wunsch nach einer Verschönerung des Umfelds und eine hohe Nachfrage in den HORNBACH Bau- und Gartenmärkten dürften damit einhergehen.

Der Aktienkurs des Baumarktbetreibers hatte sich bereits vor der Vorlage von vorläufigen Quartalszahlen deutlich von seinem Corona-Tief erholt. Seit Ende April wurden die Papiere am Aktienmarkt bereits immer wieder über dem für Anleger wichtigen langfristigen 200-Tage-Schnitt gehandelt. Im Zuge der Beschränkungen infolge der Pandemie-Bekämpfung war der Kurs zuvor von rund 65 Euro im Januar auf unter 33 Euro Mitte März eingebrochen. Von den Spitzenwerten aus dem Jahr 2015, als der Kurs bis auf über 83 Euro angestiegen war, ist das Papier jedoch trotz der deutlichen Erholung noch ein Stück entfernt.

/ssc/mne/mis/jha/

NEUSTADT/WEINSTRASSE (dpa-AFX)

Bildquellen: HORNBACH

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