Justiz untersucht den Fall

Renault-Aktie unbeeindruckt: Ermittlungsverfahren wegen Diesel-Abgaswerten - Produktionszentrum für E-Autos


Renault-Aktie unbeeindruckt: Ermittlungsverfahren wegen Diesel-Abgaswerten - Produktionszentrum für E-Autos

Nach jahrelangen Untersuchungen hat die französische Justiz ein Ermittlungsverfahren gegen Renault wegen mutmaßlichen Betrugs eingeleitet.

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Wie Renault am Dienstagabend berichtete, gehe es um Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen "älterer Generationen". Die Justiz untersucht den Fall seit rund viereinhalb Jahren.

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Renault wies die Vorwürfe zurück. Man habe sich stets an französische und europäische Vorgaben gehalten. In Autos gebe es keine betrügerische Software. Der Hersteller mit Sitz in Boulogne-Billancourt bei Paris muss nach eigenen Angaben eine Kaution von 20 Millionen Euro für mögliche Entschädigungen und Strafgelder hinterlegen. Zudem ist eine Bankgarantie von 60 Millionen Euro fällig, um mögliche Schäden auszugleichen.

Der "Dieselgate"-Skandal war seinerzeit von Europas größtem Autohersteller Volkswagen (VW) ausgelöst worden. Die Affäre um millionenfach gefälschte Stickoxid-Abgaswerte flog im September 2015 in den USA auf.

Renault schafft Produktionszentrum für E-Autos

Renault fasst drei seiner Fabriken in Nordfrankreich für die Produktion von Elektroautos zusammen.

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In dem unter dem Namen "ElectriCity" gegründeten Werksverbund sollen bis 2025 jährlich 400.000 batteriegetriebene Autos von den Bändern laufen, wie der Autobauer am Mittwoch ankündigte. Dadurch sollen rund 700 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Bisher sind an den drei Standorten zusammen fast 5000 Mitarbeiter beschäftigt. Renault kämpft unter dem neuen Konzernchef Luca De Meo mit der zunehmenden Konkurrenz bei Elektroautos. Immer mehr Autobauer steigen in die Elektromobilität ein und setzen dem E-Modell Zoe von Renault zu. Vor allem Volkswagen feiert mit seiner ID-Serie europaweit Verkaufserfolge.

In der neuen Einheit führt Renault die Fabriken in der Region Hauts-de-France künftig zusammen, was Kostenvorteile durch die Koordination der Abläufe bringen soll. Dazu wurden mit den Gewerkschaften Vereinbarungen geschlossen. In Douai werden Pkw montiert, in Maubeuge Nutzfahrzeuge und Ruitz baut bisher Getriebegehäuse. Dort sollen künftig elektrische Komponenten gefertigt werden.

In Paris verliert die Renault-Aktie aktuell 0,15 Prozent auf 34,425 Euro zu.

/cb/DP/he

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BOULOGNE-BILLANCOURT (dpa-AFX) / (Reuters)

Bildquellen: FotograFFF / Shutterstock.com

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