Kampfjets für Kiew? Polens Regierungschef sieht weiter NATO am Zug


WIEN (dpa-AFX) - Die Entscheidung über die Weitergabe polnischer Kampfjets an die Ukraine liegt aus Sicht von Polens Regierungschef Mateusz Morawiecki bei der NATO. Trotz der deutlichen Skepsis Washingtons zu diesem Plan sprach der polnische Ministerpräsident am Mittwoch erneut davon, dass diese Option innerhalb des transatlantischen Militärbündnisses abgestimmt werden müsse. "Deshalb liegt die Entscheidung in den Händen der Amerikaner, liegt in den Händen der NATO", sagte Morawiecki laut Übersetzerin nach einem Treffen mit Österreichs Kanzler Karl Nehammer in Wien.

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Das polnische Außenministerium hatte am Dienstagabend einen Plan zur indirekten Überlassung von Kampfflugzeugen an die Ukraine vorgestellt: Die Regierung in Warschau sei bereit, Jets vom Typ MiG-29 auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz zu verlegen und sie den USA zur Verfügung zu stellen.

Das US-Verteidigungsministerium bezeichnete den Vorschlag umgehend als "nicht haltbar" und verwies unter anderem auf die geopolitische Bedenken, wenn Kampfjets von einem US- beziehungsweise NATO-Stützpunkt in den umkämpften ukrainischen Luftraum flögen.

Auch der österreichische Kanzler mahnte in dieser Frage zur Vorsicht. "Das umsichtige Vorgehen der NATO-Staaten und auch der Vereinigten Staaten von Amerika verhindert gerade einen Weltkrieg", sagte Nehammer.

/al/DP/eas

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