SAP-Aktie in Rot: UBS bringt Gewinnmitnahmen in Gang - Nemetschek & Co. unter Druck
Nach einem Anstieg um fast die Hälfte binnen vier Wochen drohen bei SAP am Mittwoch weitere Gewinnmitnahmen.
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In den vergangenen beiden Handelstagen hatten die Titel schon etwas nachgegeben, doch nun nahm die Korrektur nochmals Fahrt auf wegen einer aufgegebenen Kaufempfehlung der UBS und negativen Branchenvorgaben aus den USA.
Bis zu 4,7 Prozent verloren die SAP-Titel im Tagestief an Wert. Zum Handelsschluss wurden sie dann noch 2,93 Prozent bei 180,02 Euro niedriger gehandelt. Mit 178,60 Euro näherten sie sich von oben der 21-Tage-Linie, über der sie einen Monat lang gestanden hatten. Die zuletzt erzielten Kursgewinne des DAX wurden von dem deutschen Schwergewicht auch etwas gebremst.
Die Sorge, dass KI für gestandene Softwarekonzerne wie SAP zu einer Bedrohung werden könnte, hatte die Aktien bis Juli schwer belastet. Darauf folgte dann zuletzt eine Erholung des Kurses um 48 Prozent, die aber offenbar an ihre Grenzen gekommen ist. Der UBS-Experte Michael Briest schrieb zwar, die Bewertung sei vernünftig, die Anlegerstimmung bleibe allerdings fragil. Er senkte sein Votum auf "Neutral" mit dem Verweis, dass der Aktie unmittelbare Kurstreiber in Verbindung mit der KI fehlten.
Laut Briest liefert SAP immer noch eine Kernarchitektur in Unternehmenssoftware, die Integration agentischer KI verlaufe jedoch schleppend. Dies begrenze nicht nur die Monetarisierung, sondern erhöhe auch das Risiko, dass Unternehmen nach anderen KI-Lösungen suchen. Zudem hält Briest eine Verlangsamung beim Current Cloud Backlog (CCB), also den vertraglich abgesicherten Cloud-Umsätzen, im zweiten Halbjahr für das wahrscheinlichste Szenario.
Briest bevorzugt im Sektor die Aktien von Amadeus IT, die sich am Mittwoch an der Madrider Börse im Plus bewegten und damit etwas besser schlugen als Software-Aktien in der Breite. Unter den deutschen Branchenwerten gaben die Titel von Nemetschek und TeamViewer im Schlepptau von SAP nach.
FRANKFURT (dpa-AFX)
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