IBM-Aktie gefragt: Neuer 240-Millionen-Dollar-Vertrag mit Together AI und NVIDIA
Ein neuer Großauftrag soll IBMs Cloud-Sparte mit NVIDIA-Technik für Open-Source-KI aufrüsten.
Werte in diesem Artikel
- IBM baut mit einem KI-Spezialisten einen Cluster für Open-Source-Modelle auf
- Together AI setzt auf neueste NVIDIA-Chips für schnellere Inferenz
- Der Deal fügt sich in eine bereits laufende Kooperation von IBM und NVIDIA ein
IBM und Together AI haben einen mehrjährigen Vertrag über 240 Millionen US-Dollar unterzeichnet, um Open-Source-KI-Inferenz auf der IBM Cloud zu skalieren. Grundlage ist ein großer Cluster aus NVIDIA-HGX-B300-Systemen, dessen Verfügbarkeit für das erste Quartal 2027 erwartet wird.
IBM liefert Cluster für Together AI
IBM, Anbieter von Hybrid-Cloud- und KI-Technologie sowie Beratungsleistungen, stellt Together AI einen großen Cluster aus NVIDIA-HGX-B300-Systemen auf der IBM Cloud bereit. Es handelt sich laut Mitteilung um den ersten dedizierten, groß angelegten Cluster für Inferenz auf der IBM Cloud, der auf HGX-B300-Systeme und NVIDIA Spectrum-X-Ethernet-Networking setzt. NVIDIA zufolge soll die Konfiguration eine 30-fach höhere Leistung als frühere Generationen liefern.
Together AI will den Cluster nutzen, um Inferenz für Open-Source-Modelle bereitzustellen. Das Unternehmen hatte Anfang Juli eine Series-C-Finanzierungsrunde über 800 Millionen US-Dollar bei einer Bewertung von 8,3 Milliarden US-Dollar abgeschlossen. Together AI bedient inzwischen monatlich 400 Billionen Token über seine Plattform, die Inferenz, Training, Fine-Tuning und agentische Workflows abdeckt.
Begründung und Einordnung der Partner
Together AI habe IBM mit NVIDIA wegen innovativer Produkt-Roadmaps und der Fähigkeit ausgewählt, GPU-Kapazität im für schnelle KI-Skalierung nötigen Tempo und zu niedrigen Token-Kosten zu liefern. CEO Vipul Ved Prakash erklärte, Unternehmen wollten die Leistung führender Frontier-Modelle ohne den Preis geschlossener Systeme, was nur funktioniere, wenn die Infrastruktur schnell und zuverlässig skaliere. Die Zusammenarbeit mit IBM und NVIDIA biete dafür die Grundlage.
Alan Peacock, General Manager von IBM Cloud, sprach von einem Wettlauf der Unternehmen, agentische KI in großem Maßstab einzuführen, dem IBM und NVIDIA mit skalierbarer, wirtschaftlicher und unternehmenstauglicher Infrastruktur begegneten. Der Vertrag reiht sich in eine breitere Kooperation der beiden Konzerne ein, die im März auf der GTC 2026 eine erweiterte Zusammenarbeit angekündigt hatten, unter anderem bei GPU-nativer Datenanalyse, unstrukturierter Datenextraktion sowie On-Premises- und Cloud-Infrastruktur.
IBM-Aktie nach turbulentem Sommer
Die IBM-Aktie gewinnt an der NYSE zeitweise 1,02 Prozent auf 238,73 US-Dollar. Der neue Vertrag mit Together AI folgt auf eine Phase erhöhter Volatilität: Im Juli hatte IBM Zahlen zum zweiten Quartal vorgelegt, der Gesamtumsatz lag bei 17,16 Milliarden US-Dollar, das verwässerte Ergebnis je Aktie bei operativ 2,93 US-Dollar. CEO Arvind Krishna verwies auf einen strukturellen Wandel für Unternehmen und stellte für das Gesamtjahr ein Umsatzwachstum bei konstanten Wechselkursen von vier bis fünf Prozent in Aussicht.
Im Segment Infrastructure sank der Umsatz um 7 Prozent auf 3,84 Milliarden US-Dollar, IBM Z brach um 42 Prozent ein, während Distributed Infrastructure um 37 Prozent zulegte. Jefferies bestätigte jüngst die Einstufung Kaufen mit einem Kursziel von 260,00 US-Dollar.
Ob der Vertrag mit Together AI weitere ähnliche Abschlüsse für IBMs Cloud-Sparte nach sich zieht, dürfte sich mit Blick auf den für das erste Quartal 2027 erwarteten Start des Clusters zeigen.
Thomas Zoller, Redaktion finanzen.net
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 21.07.26 | IBM Buy | Jefferies & Company Inc. | |
| 08.12.25 | IBM Hold | Jefferies & Company Inc. | |
| 07.04.25 | IBM Hold | Jefferies & Company Inc. | |
| 31.03.25 | IBM Hold | Jefferies & Company Inc. | |
| 23.03.25 | IBM Neutral | JP Morgan Chase & Co. |
