KI-Sorgen

Chipaktien Infineon, AIXTRON und Co. von NVIDIA-Schwankungen belastet


Chipaktien Infineon, AIXTRON und Co. von NVIDIA-Schwankungen belastet

Der Vortagskursrutsch im New Yorker Handel wirkt am Freitag im europäischen Technologiesektor nach.

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Nachdem der von Tech-Werten geprägte US-Leitindex NASDAQ 100 am Donnerstag gemeinsam mit dem Chipriesen NVIDIA tief ins Minus gedreht war, fiel der europäische Branchenindex nun auch um 2,6 Prozent. Unter 800 Punkten stehend, sackte der Stoxx Europe 600 Technology am Freitag auf das tiefste Niveau seit Mitte September. In der Jahresbilanz tauchte er ins Minus ab.

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Die anfängliche Erholung wegen starker NVIDIA-Zahlen hatte sich am Vortag in New York als Strohfeuer erwiesen, indem die zunächst um fünf Prozent erholten Aktien des KI-Chipriesen am Ende mehr als drei Prozent verloren. Im vorbörslichen Handel bahnt sich am Freitag bei NVIDIA auch noch keine Erholung an und so folgten die Kurse europäischer Chipwerte nun auch nach unten. Infineon büßten im DAX via XETRA schlussendlich 3,69 Prozent auf 31,70 Euro ein und STMicroelectronics in Paris verloren letztlich 0,61 Prozent auf 18,81 Euro.

Noch deutlicher unter Druck gerieten am Freitag die Aktien deutscher Chipindustrie-Ausrüster wie AIXTRON oder SUSS MicroTec, die im MDAX und SDAX mit Abschlägen von 6,21 Prozent auf 16,32 Euro bzw. 10,49 Prozent auf 31,74 Euro zu den schwächsten Werten zählten. Außerdem ging es für den Waferhersteller Siltronic um 2,69 Prozent auf 42,70 Euro bergab.

"Die Diskussionen über die aktuellen Bewertungen der großen Technologiefirmen dürften auch in der kommenden Woche weitergehen", glaubt Marktbeobachter Jürgen Molnar vom Broker Robomarkets. Diese hat bereits dafür gesorgt, dass sich NVIDIA um 15 Prozent und der Nasdaq-100-Index um mehr als acht Prozent vom jeweiligen Rekord entfernt hat. Nach beeindruckenden Zahlen und einem äußerst optimistischen Ausblick von NVIDIA ist nach Aussage von Molnar wieder Angst spürbar, dass es noch lange dauern könnte, damit sich die Investitionen der Unternehmen in Künstliche Intelligenz letztlich lohnen.

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Infineon war zuletzt vermehrt als kommender Profiteur der KI-Bewegung wahrgenommen worden, denn in der vergangenen Woche war von dem Chiphersteller noch der Wachstumsimpuls durch KI-Rechenzentren betont worden. Von dem Hoch seit Juli, das sie im Zuge dessen erreicht hatten, haben sie sich schon wieder um 16 Prozent entfernt.

/tih/niw/stk

FRANKFURT/NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com, Sean Gallup/Getty Images

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DatumRatingAnalyst
03.07.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
02.07.26 Infineon Buy Jefferies & Company Inc.
02.07.26 Infineon Neutral UBS AG
02.07.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG
29.06.26 Infineon Outperform Bernstein Research