Kongo und Uganda: WHO ruft wegen Ebola-Ausbruchs Alarm aus


GENF (dpa-AFX) - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen. Mit diesem Schritt will die UN-Behörde in Genf unter anderem Nachbarländer in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen und die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft mobilisieren. Es handle sich jedoch um keinen Pandemie-Alarm, stellte die WHO klar.

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Bislang sind etwa 250 Fälle und 80 Todesfälle vor allem in der Provinz Ituri im Nordosten des Kongo bekannt. Der ansteigende Trend von Verdachts- und Todesfällen in Ituri weise aber darauf hin, "dass der Ausbruch möglicherweise viel größer ist als bislang entdeckt und berichtet", hieß es von der WHO. Deshalb bestehe ein beträchtliches Risiko für eine lokale und regionale Ausbreitung des Virus. Die Provinz Ituri grenzt an Uganda und den Südsudan.

Viele Risikofaktoren bei diesem Ausbruch

Zusätzlich habe man es in dem am stärksten betroffenen Gebiet mit einer fragilen Sicherheitslage, einer humanitären Krise und starken Bevölkerungsbewegungen zu tun. Zudem gebe es keinen zugelassenen Impfstoff für den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus, der hinter dem Ausbruch steckt. Deshalb handle es sich um ein "außergewöhnliches Ereignis".

Allerdings hat die Bundibugyo-Variante nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstitutes NIH eine niedrigere Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent als der Zaire-Stamm mit bis zu 90 Prozent./al/DP/mis

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