Konjunkturanalyse

Bundesbank: BIP schrumpft im zweiten Quartal um rund 10 Prozent


Bundesbank: BIP schrumpft im zweiten Quartal um rund 10 Prozent

Die Deutsche Bundesbank erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2020 noch stärker einbricht als im ersten Quartal.

"Insgesamt könnte die Wirtschaftsleistung im Durchschnitt des laufenden Vierteljahres um beinahe ein Zehntel und damit noch erheblich stärker zurückgehen als im ersten Quartal", schreibt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht. In den ersten drei Monaten war das BIP wegen der Pandemie um 2,2 Prozent gesunken.

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Das Anfang Juni von den Koalitionsparteien vorgelegte Konjunkturpaket sollte zwar der konjunkturellen Erholung einen zusätzlichen Schub geben und könnte auch zur Verbesserung der Stimmung von Verbrauchern und Unternehmen beitragen, erklärte die Bundesbank. Im zweiten Quartal dürfte es jedoch noch kaum Wirkung entfalten.

Die Pandemie und die zu ihrer Eindämmung ergriffenen Maßnahmen beeinträchtigten das Wirtschaftsgeschehen in Deutschland massiv, führte die Bundesbank aus. Zahlreiche der in der kurzfristigen Konjunkturanalyse betrachteten Indikatoren verzeichneten historische Einbrüche.

In der Industrie sei die Produktion im April gegenüber dem bereits beträchtlich gedrückten März nochmals drastisch zurückgegangen. Die deutschen Warenausfuhren hätten sich in ähnlichem Ausmaß verringert. Noch gravierender seien wohl die Umsatzeinbußen in einigen konsumnahen Dienstleistungsbereichen ausgefallen; zu nennen seien insbesondere das Gastgewerbe, die Reisebranche, andere freizeit- und kulturbezogene Dienstleistungen sowie weite Teile des stationären Einzelhandels.

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Die Eindämmungsmaßnahmen seien zwar ab der zweiten Aprilhälfte schrittweise gelockert worden, und nachfolgend dürfte sich auch die Wirtschaftsaktivität wieder etwas belebt haben. Insgesamt komme die deutsche Wirtschaft aber nur nach und nach wieder aus dem tiefen Tal heraus.

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: Rob Wilson / Shutterstock.com

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