Kosovos Regierungschef überreicht in Prag Antrag auf EU-Beitritt


PRAG (dpa-AFX) - Das Balkanland Kosovo hat einen Antrag auf Beitritt zur Europäischen Union gestellt. Regierungschef Albin Kurti überreichte dem tschechischen Europaminister Mikulas Bek am Donnerstag in Prag ein entsprechendes Dokument. Tschechien hat noch bis zum Jahresende die rotierende EU-Ratspräsidentschaft inne. Der Schritt dürfte vor allem ein symbolischer Akt sein: Fünf EU-Staaten erkennen das Kosovo nicht als unabhängigen Staat an. Formell hat das Land lediglich eine "EU-Beitrittsperspektive".

Werbung

Kurti betonte in Prag, dass Pristina "keine Abkürzungen, keinen beschleunigten Prozess" verlange. Man sei sich bewusst, dass noch zahlreiche Aufgaben zu erfüllen seien. Man bekenne sich zu gemeinsamen europäischen Werten wie Freiheit, Demokratie, die Einhaltung der Menschenrechte und zur Gewährleistung des Rechtsstaats. Bek würdigte die Fortschritte, die bereits auf diesem Weg erzielt worden seien. Die EU-Annäherung des Westbalkans sei eine der Prioritäten der zu Ende gehenden tschechischen Ratspräsidentschaft gewesen.

Das heute fast ausschließlich von Albanern bewohnte Kosovo hatte früher zu Jugoslawien beziehungsweise Serbien gehört. Im Februar 2008 erklärte das kosovarische Parlament die Unabhängigkeit. Mehr als 100 Länder, darunter auch Deutschland, erkannten den neuen Staat an. Serbien verzichtet bis heute nicht auf seinen Anspruch auf das Territorium des Kosovos./hei/DP/men

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.