Kosteneinsparungsprogramm

Nokia-Aktie schwächer: Stellenstreichungen in Deutschland - Aus für Standort München in 2030


Nokia-Aktie schwächer: Stellenstreichungen in Deutschland - Aus für Standort München in 2030

Der finnische Netzwerkausrüster Nokia will in Deutschland im nächsten Jahr 300 Stellen abbauen.

Werte in diesem Artikel
Aktien

9.21 EUR 0.08 EUR 0.83 %

277.85 EUR 3.30 EUR 1.20 %

Bis 2030 soll darüber hinaus der Standort in München geschlossen werden, wie das Unternehmen auf Anfrage bestätigte. Publik gemacht wurden die Pläne von der Gewerkschaft IG Metall, die die Kürzungen nicht hinnehmen will. Die geplante Schließung des Münchner Standorts München bis 2030 betrifft demnach über 500 weitere Arbeitsplätze.

Werbung

IG Metall: "fatales Signal"

"Gerade in Zeiten geopolitischer Herausforderungen ist es ein fatales Signal, wenn ein Schlüsselunternehmen seine Präsenz in Deutschland zurückfährt", sagte Daniele Frijia, Geschäftsführer der IG Metall München und Mitglied des deutschen Nokia-Aufsichtsrats. Der Konzern zählt in Deutschland nach Angaben der IG Metall derzeit 2.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Nokia: Kürzungen dienen der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit

Im Rahmen der globalen Standortstrategie werde Nokia seine Investitionen auf wichtige nachhaltige Zentren in Deutschland und weltweit konzentrieren, erklärte ein Unternehmenssprecher. Nürnberg, Ulm, Stuttgart, Bonn und Düsseldorf sollen wichtige Standorte bleiben. Bis Ende kommenden Jahres sollen demnach im Rahmen des 2023 angekündigten globalen Kosteneinsparungsprogramms die rund 300 Stellen in Deutschland wegfallen.

Werbung

Nokia unterstützte alle betroffenen Mitarbeiter während dieser Übergangsphase, sagte der Sprecher. "Nokia plant außerdem die schrittweise Schließung seines Büros in München bis Ende 2030." Das Unternehmen begründete die "schwierige Entscheidung" mit der Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit.

Finnischer Konzern will immense Summen sparen

Nokia hatte 2023 angekündigt, im Laufe der kommenden Jahre weltweit bis zu 14.000 Stellen abbauen zu wollen. Die erhofften Einsparungen belaufen sich auf 800 Millionen bis 1,2 Milliarden Euro. Der zur Schließung anstehende Standort München zählte noch vor 25 Jahren zu den weltweit führenden Zentren der Telefon- und Netzwerktechnologie. Ursprünglich ein Teil von Siemens, hatte der Münchner Konzern die damals noch mehrere tausend Mitarbeiter zählende Netzwerksparte 2007 in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia ausgegliedert. Wenige Jahre später stieg Siemens endgültig aus. Einen deutschen großen Hersteller von Netzwerktechnologie gibt es nicht mehr.

In Helsinki verliert die Nokia-Aktie zeitweise 3,51 Prozent auf 5,77 Euro.

/cho/DP/men

MÜNCHEN (dpa-AFX)

Bildquellen: MARKKU ULANDER/Getty Images, 360b / Shutterstock.com

Aktuelle Siemens Aktie News

Werbung

Siemens Analysen

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Siemens nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
Datum Rating Analyst
24.09.26 Siemens Overweight JP Morgan Chase & Co.
21.09.26 Siemens Kaufen DZ BANK
16.09.26 Siemens Outperform Bernstein Research
14.09.26 Siemens Outperform Bernstein Research
03.09.26 Siemens Outperform Bernstein Research

Information


Die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit werden für Finanzinstrumente von der Finanzen.net Zero GmbH als vertraglich gebundener Vermittler der DonauCapital Wertpapier GmbH (§ 3 Abs. 2 WpIG) bereitgestellt; bei Kryptowerten werden die Handels- und Depotfunktionen in diesem Broker Cockpit ausschließlich von der DonauCapital Wertpapier GmbH bereitgestellt. Die Finanzen.net GmbH stellt ausschließlich den technischen Rahmen bereit und ist in die Wertpapier- und Kryptodienstleistung nicht einbezogen.