Kreise: Drei Tote nach Huthi-Angriffen im Jemen


SANAA (dpa-AFX) - Die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen hat jemenitischen Armeekreisen zufolge mit einem Raketenangriff auf die im Westen des Landes gelegene Provinz Hudaida mindestens drei Zivilisten getötet, darunter ein 13-jähriges Kind. Die Miliz habe zwei ballistische Raketen auf Bauernhöfe geschossen, hieß es weiter. Die Opferzahl sei vorläufig, die Behörden untersuchten den Vorfall.

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Der größte Teil der Provinz Hudaida wird von den Huthi kontrolliert, der nun beschossene Bereich jedoch von Regierungstruppen, die von Saudi-Arabien unterstützt werden. Am Vormittag lieferten sich die Konfliktparteien ungeachtet internationaler Appelle zur Deeskalation in mehreren Provinzen Kämpfe. Am Montag hatte das UN-Menschenrechtsbüro von Regierungstruppen und Rebellen ein sofortiges Ende aller gegenseitigen Angriffe verlangt.

Britische Behörde: Frachtschiff im Roten Meer getroffen

Derweil berichtete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO), 40 Seemeilen (rund 74 Kilometer) südöstlich der jemenitischen Hafenstadt Mokka sei lokalen Berichten zufolge im Roten Meer ein Frachtschiff von mehreren unbekannten Geschossen getroffen worden. An Bord des Schiffs sei zum Zeitpunkt des Vorfalls niemand gewesen, der Schaden sei jedoch erheblich.

Die Huthi-Miliz im Jemen hat bereits mehrfach Angriffe auf saudische Tanker im Roten Meer für sich reklamiert. Wegen der Angriffe wird befürchtet, dass die wichtige Meerenge Bab al-Mandab faktisch geschlossen werden könnte. Die Meerenge liegt auf dem kürzesten Seeweg zwischen Asien und Europa, der über den Indischen Ozean, das Rote Meer und den Suezkanal führt.

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Durch die Bab al-Mandab ("Tor der Tränen") laufen in normalen Zeiten etwa zehn Prozent des weltweiten Seehandels. Die Huthi hatten mit Angriffen seit 2023 in der Region den Welthandel bereits massiv beeinträchtigt.

Der Konflikt zwischen der von Saudi-Arabien unterstützten jemenitischen Regierung und den Huthi hatte sich zuletzt erneut verschärft. Es ist die schwerste Eskalation seit Inkrafttreten einer inoffiziellen Waffenruhe im Jahr 2022. Im Zuge des Iran-Kriegs war der Konflikt aufs Neue entflammt./hme/DP/he

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