Kursausschlag

Zuckerbergs neue KI-Wette: KI-Agent Muse schickt Meta-Aktie auf Achterbahnfahrt


Zuckerbergs neue KI-Wette: KI-Agent Muse schickt Meta-Aktie auf Achterbahnfahrt

Kurz nach der Vorstellung des KI-Agenten Muse schwankt die Meta-Aktie zwischen Kursverlusten und einem kräftigen Sprung nach oben.

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  • Zuckerberg stellt Muse als eigenständig handelnden KI-Agenten vor
  • Anleger schwanken zwischen Skepsis und plötzlichem Kaufinteresse
  • Ackmans Pershing Square stockt offenbar seine Meta-Position auf
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Meta hat mit der Vorstellung des persönlichen KI-Agenten Muse einen ungewöhnlich volatilen Handelstag ausgelöst. Hintergrund ist die Hoffnung, dass Meta mit dem neuen Agenten seine milliardenschweren KI-Investitionen bald in zahlende Abonnements verwandeln kann.

Muse: Metas neuer KI-Agent

Meta, Betreiber der Plattformen Facebook, Instagram, Messenger und WhatsApp, hat am Dienstag den persönlichen KI-Agenten Muse vorgestellt. Nach Unternehmensangaben beantwortet Muse nicht nur Fragen, sondern übernimmt eigenständig Aufgaben, öffnet einen Browser, füllt Formulare aus und verhandelt in Nutzervertretung, angetrieben vom hauseigenen Modell Muse Spark. Für Sicherheit soll die dedizierte virtuelle Maschine Muse Secure VM sorgen, während das System Sentinel jede Aktion vor der Ausführung prüft und bei sensiblen Handlungen wie E-Mail-Versand oder Käufen vorher nachfragt. Zuckerberg betonte, Nutzer entschieden selbst über den App-Zugriff und könnten die Verbindung jederzeit trennen. Der Dienst startet zunächst nur in den USA über eine eigene App oder direkt in WhatsApp. Eine Basisversion ist kostenlos, für intensivere Nutzung verlangt Meta laut Reuters Abonnements von 20 oder 100 US-Dollar pro Monat.

Reuters berichtete unterdessen, interne Tests hätten vor dem Start ein Stocken des Produkts sowie eine unautorisierte Offenlegung sensibler Daten gezeigt, Meta sei den Termin dennoch wie geplant angegangen.

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Kursachterbahn der Meta-Aktie nach dem Produktstart

Im NASDAQ-Handel zieht die Aktie zeitweise um 6,23 Prozent auf 651,72 US-Dollar an. Die Einführung eines KI-Agenten gibt der Erholung der Meta-Aktien am Mittwoch nochmals einen kräftigen Schub. Mit fast 658 US-Dollar erreichten sie in der Spitze ein Hoch seit fast zwei Monaten.

Meta hatte am späten Vorabend die Einführung des KI-Assistenten "Muse" bekannt gegeben, der nun etwas Fantasie bringt, dass Meta künftig vom KI-Megatrend profitieren könnte. Der Agent geht in Konkurrenz zu ChatGPT und Gemini, den bekanntesten Angeboten der Entwickler OpenAI und des Google-Mutterkonzerns Alphabet.

Der von dem Facebook-Mutterkonzern vorgestellte KI-Agent trieb mit Marvell Technology, AMD, SanDisk und Micron auch andere KI-Profiteure an, die vermehrt aus den Chip- und Speicherbereichen kamen. Das Gesamtbild an der Nasdaq war aber mit dem Gesamtmarkt schwächer. Die Sorge, dass agentische KI anderswo Geschäftsmodelle stören könnte, wurde in vielen Fällen unter Anlegern wieder größer.

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Meta sei gut positioniert, um mit "Muse" Erfolge zu feiern, hieß es am Markt in ersten Stimmen. Ein Experte von Mizuho Securities schrieb, der KI-Agent markiere einen bedeutenden Produktzyklus, der im Aktienkurs noch nicht eingepreist sei. Investoren wollten eine Rendite für Metas KI-Investitionen sehen, und dies sei jetzt "ein wesentlicher Schritt in diese Richtung".

Von der Bank Morgan Stanley hieß es aber, dass für eine höhere Bewertung der Aktien erst eine breite Nutzung und ein monetisierbares Verhalten notwendig werde. Die Experten wollen deshalb sehen, wie groß die Akzeptanz für Muse tatsächlich ausfallen wird und wie der Agent in die Meta-Plattformen Facebook, Instagram und WhatsApp integriert wird.

Hinzu kam die Erwartung rund um das neue Sprachmodell Muse Spark 1.3, das Metas KI-Verantwortliche als konkurrenzfähig zu Spitzenmodellen von Anthropic und OpenAI beschrieben und bereits am 2. September vorgestellt hatten. Investing.com ordnete den Kursanstieg als weitgehend unternehmensspezifisch ein und sah ihn als Zeichen dafür, dass Anleger den Zeitplan für die Monetarisierung von Metas KI-Investitionen neu bewerten.

Werbegeschäft finanziert die KI-Wette

Meta erzielt den Großteil seines Umsatzes weiterhin über Werbung im Segment Family of Apps mit Facebook, Instagram, Messenger und WhatsApp. Im zweiten Quartal 2026 entfielen von 60,80 Milliarden US-Dollar Konzernumsatz 59,36 Milliarden US-Dollar auf das Werbegeschäft, während die Hardwaresparte Reality Labs bei 431 Millionen US-Dollar Umsatz einen operativen Verlust von 4,62 Milliarden US-Dollar auswies. Das verwässerte Ergebnis je Aktie sank im gleichen Zeitraum um 13 Prozent auf 6,18 US-Dollar, unter anderem wegen 2,40 Milliarden US-Dollar an Rechtskosten. Für das laufende Jahr plant der Konzern Investitionsausgaben zwischen 130 und 145 Milliarden US-Dollar, ein Teil davon fließt in die Infrastruktur hinter Agenten wie Muse.

Ob sich der Kurssprung nach dem Muse-Start als nachhaltig erweist, dürfte sich spätestens beim nächsten Quartalsbericht zeigen. Bis dahin dürfte der Markt genau beobachten, wie schnell Meta aus dem neuen KI-Agenten zahlende Abonnenten macht.

Evelyn Schmal, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net mit Material von dpa-AFX

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24.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Overweight JP Morgan Chase & Co.
24.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Outperform RBC Capital Markets
23.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Outperform RBC Capital Markets
22.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Overweight JP Morgan Chase & Co.
22.09.26 Meta Platforms (ex Facebook) Buy Jefferies & Company Inc.

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