Kurseinbruch

ProsiebenSat.1-Aktie fällt nach Analystenurteilen kräftig nach unten


ProsiebenSat.1-Aktie fällt nach Analystenurteilen kräftig nach unten

Die Talfahrt der Aktien von ProSiebenSat.1 ist am Mittwoch nach pessimistischen Analystenurteilen weiter gegangen.

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Via XETRA notiert die ProSiebenSat.1-Aktie am Mittwoch zeitweise 5,61 Prozent tiefer bei 5,81 Euro.

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Die im August noch spürbare Freude der Anleger über ein Übernahmeangebot des Konkurrenten MediaForEurope (MediaForEurope (MFE) ist schon länger verflogen. Ende August waren die Aktien mit 8,53 Euro auf ein Zweijahreshoch gestiegen, doch davon ist der Kurs mittlerweile um mehr als 30 Prozent eingebrochen. Am Vortag hatte im späten Handel eine gekappte Jahresprognose dazu beigetragen.

Seit Anfang September ist bekannt, dass MFE die volle Kontrolle übernommen hat, indem die 75-Prozent-Schwelle überschritten wurde. Die Experten von Oddo BHF gaben nun am Mittwoch ihre bisher optimistische Einschätzung auf. Von Kepler Cheuvreux gab es die Empfehlung, die Anteile im Depot zu reduzieren.

Oddo-Experte Jerome Bodin stufte die Aktien von "Outperform" auf "Neutral" ab. Er verwies nach dem gesenkten Ausblick darauf, dass das Werbeumfeld in Deutschland schwach bleibe. Außerdem rechnet er damit, dass der neue Mehrheitseigner MFE künftig am Markt weitere Anteile zukauft, was ein neues Übernahmeangebot an die verbleibenden Aktionäre unwahrscheinlich mache.

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Ähnlich wie Oddo warnte auch Kepler Cheuvreux davor, dass von der Übernahme nicht mehr viel Rückenwind zu erwarten sei. Der Aktienkurs sollte sich vorerst wieder mehr am fundamentalen Wert des Medienkonzerns orientieren, hieß es als Argument für die Einschätzung "Reduce". Synergieziele mit MFE bezeichneten die Kepler-Experten angesichts Werberückgängen und sinkender Zuschauerzahlen als "fantasievoll".

Der Medienkonzern hatte am Dienstag im späten Handel wegen des weiter schwierigen Werbemarktes seinen Jahresausblick gekappt. Der Aktienkurs nähert sich unter diesen Umständen wieder stark dem Tief seit 2009, das Ende 2024 mit 4,50 Euro markiert worden war. Das diesjährige Kursplus ist mittlerweile auf rund 15,5 Prozent geschrumpft. Beim Konkurrenten RTL sieht es 2025 mit einem Anstieg um knapp 37 Prozent deutlich besser aus.

/tih/gl/men

FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: Holger Rauner © ProSiebenSat.1 Media AG, Jan Pitman/Getty Images

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Datum Rating Analyst
11.08.26 ProSiebenSat1 Media SE Halten DZ BANK
06.08.26 ProSiebenSat1 Media SE Market-Perform Bernstein Research
15.07.26 ProSiebenSat1 Media SE Hold Deutsche Bank AG
14.05.26 ProSiebenSat1 Media SE Equal Weight Barclays Capital
13.05.26 ProSiebenSat1 Media SE Underperform Bernstein Research

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