Litauen plant weitere Rüstungsgeschäfte mit Deutschland und den USA
VILNIUS (dpa-AFX) - Litauen will bei der Aufrüstung und Modernisierung seiner Armee auch künftig auf seine Nato-Partner Deutschland und USA setzen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Vilnius plant das baltische EU-Land, mit beiden Ländern in naher Zukunft weitere Rüstungsverträge abschließen. Bis 2027 sollen Vergabeverfahren im Wert von mehr als einer Milliarde Euro eingeleitet werden, hieß es am Freitag in einer Mitteilung.
Litauen hatte unter dem Eindruck des russischen Kriegs in der Ukraine zuvor beschlossen, seine Verteidigungsausgaben deutlich zu erhöhen. In diesem Jahr wird der um seine Sicherheit besorgte Baltenstaat seinen Militäretat auf 2,52 Prozent anheben, in den nächsten Jahren ist eine weitere Steigerung bis auf drei Prozent geplant.
Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad und Russlands Verbündeten Belarus. Die Regierung in Vilnius hatte bereits nach der Annexion der Krim durch den militärisch übermächtigen Nachbarn damit begonnen, die litauische Armee aufzurüsten. Deutschland und die USA gelten dabei als Schlüsselpartner.
Den Angaben zufolge haben die litauischen Streitkräfte in den vergangenen Jahren für fast eine Milliarde Euro Rüstungsgüter aus Deutschland bezogen. Die Beschaffungen aus den USA beliefen sich auf einen Wert von rund einer halben Milliarde Euro.
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