LNG-Terminal Stade soll Abhängigkeit von russischem Gas verringern
STADE (dpa-AFX) - Über das geplante Importterminal für Flüssigerdgas (LNG) in Stade könnten bei Vollauslastung etwas mehr als zehn Prozent des deutschen Erdgasbedarfs gedeckt werden. Aus der Anlage sollen bis zu 12 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr in die nur rund 10 Kilometer entfernten Gasnetze eingespeist werden, sagte Johann Killinger, der geschäftsführende Gesellschafter der Hanseatic Energy Hub GmbH, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.
Allerdings werde das Terminal frühestens 2026 in Betrieb gehen können. Das hänge vor allem von der Kundenseite ab. Für das Projekt unmittelbar an der Elbe auf dem Gelände des Chemiekonzerns Dow Chemical sind 800 Millionen Euro an Investitionen geplant. Hinzu kommen etwa 150 bis 200 Millionen Euro für öffentliche Hafenanlagen.
Timm Kehler, Vorstand des Verbandes Zukunft Gas, betonte, der Gas- Importbedarf werde weiter steigen. Das liege auch am vorgezogenen Kohleausstieg. Russland ist Hauptlieferant von Erdgas für Deutschland. LNG könnte helfen, die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern./hr/DP/stk