London: Russland wird Angriffe auf ostukrainische Städte fortsetzen


LONDON (dpa-AFX) - Großbritannien erwartet angesichts einer wahrscheinlichen russischen Offensive in der Ostukraine weitere schwere Attacken auf die zivile Infrastruktur der Region. "Städtische Zentren waren während des gesamten Konflikts wiederholt rücksichtslosen russischen Angriffen ausgesetzt", erklärte das britische Verteidigungsministerium am Donnerstag. "Die Städte Kramatorsk und Kostjantyniwka werden wahrscheinlich russische Ziele für ähnliche Gewalttaten sein."

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Kramatorsk ist ein regionales Zentrum für die Evakuierung von Kriegsflüchtlingen. Bei einem Raketenangriff auf den Bahnhof der Stadt wurden am Freitag mehr als 50 Menschen getötet. Kostjantyniwka liegt südlich von Kramatorsk.

Weiter hieß es, der russische Präsident Wladimir Putin habe deutlich gemacht, dass sein Interesse dem Donbass in der Ostukraine gelte. In Vorbereitung einer neuen Offensive greife Russland die ukrainischen Streitkräfte dort an. Das Verteidigungsministerium in London macht regelmäßig Geheimdienstinformationen öffentlich.

"Die Kombination aus großflächigen Raketen- und Artillerieangriffen sowie Bemühungen, die Kräfte für eine Offensive zu konzentrieren, stellt eine Rückkehr zur traditionellen russischen Militärdoktrin dar." Allerdings seien dafür enorme Verstärkungen nötig. "Die fortgesetzte Verteidigung von Mariupol durch die Ukraine bindet derzeit eine beträchtliche Anzahl russischer Truppen und Ausrüstung."/bvi/DP/stk

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