Machtkampf

Brenntag-Aktie in Rot: Brenntag sieht sich vor Hauptversammlung Herausforderungen gegenüber


Brenntag-Aktie in Rot: Brenntag sieht sich vor Hauptversammlung Herausforderungen gegenüber

Das Management des Chemikalienhändlers Brenntag muss sich im Machtkampf mit einem aktivistischen Investor auf mehr und mehr Gegenwind bei der anstehenden Hauptversammlung einstellen.

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Nach dem wichtigen Aktionärsberater ISS schlägt sich mit Glass Lewis nun auch der zweite einflussreiche Investorendienstleister auf die Seite des kritischen Finanzinvestors Primestone, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Bezug auf eine Mitteilung an die Glass-Lewis-Kundschaft berichtete. Primestone habe letztlich die überzeugenderen Argumente vorgelegt und lenke die Aufmerksamkeit damit auf Angelegenheiten der Unternehmensentwicklung und -führung, hieß es demnach von der Firma.

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Primestone will verhindern, dass die von Brenntag vorgeschlagene Wahl von Richard Ridinger zum Aufsichtsratschef und Suja Chandrasekaran als Mitglied des Kontrollgremiums auf dem Aktionärstreffen am 15. Juni durchgeht. Primestone hatte mit dem ehemaligen Chemikalien-Manager Geoff Wild und der Ex-Goldman-Sachs-Bankerin Joanna Dziubak zwei eigene Vorschläge für den Aufsichtsrat gemacht. Letztlich geht es Primestone darum, dass sich Brenntag in die beiden Sparten für Spezial- und Basischemikalien aufspalten soll.

Der Zoff mit Primestone Capital währt bereits ein halbes Jahr. Bereits im Dezember hatte der Investor erstmals dazwischengefunkt und sich gegen von Brenntag angedachte Übernahme des US-Rivalen Univar Solutions gestellt. Stattdessen verlangte der aktivistische Investor damals die Aufspaltung des Dax-Unternehmens (DAX 40). Die Übernahme von Univar blies Brenntag nach der öffentlichen Kritik bereits zu Jahresbeginn ab.

Unterstützung erhielt das Brenntag-Management derweil von der Deutsche-Bank-Fondstochter DWS. DWS-Experte Hendrik Schmidt empfahl demnach in einer Stellungnahme gegenüber Bloomberg die Unterstützung der Brenntag-Vorschläge für das Kontrollgremium. Großinvestor Klaus-Michael Kühne hatte sich bereits in der vergangenen Woche für die Marschroute des Unternehmens starkgemacht.

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Brenntag-Aktien geben via XETRA zeitweise um 2,38 Prozent auf 73,10 Euro nach.

/men/jsl/stw

NEW YORK/ESSEN (dpa-AFX)

Bildquellen: Brenntag, Brenntag

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24.09.26 Brenntag SE Underweight JP Morgan Chase & Co.
27.08.26 Brenntag SE Underweight JP Morgan Chase & Co.
21.08.26 Brenntag SE Neutral UBS AG
14.08.26 Brenntag SE Buy Goldman Sachs Group Inc.
13.08.26 Brenntag SE Halten DZ BANK

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