Brenntag: In welche Richtung geht es jetzt?
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Die Brenntag-Aktie hat eine Verschnaufpause eingelegt. Der mittelfristige Trend zeigt zwar weiter aufwärts, lässt aber auch Luft nach unten.
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Kurz vor Ende des zweiten Quartals 2026 erfreute Brenntag die Anleger mit einer ersten Anhebung der Ertragsziele für das Gesamtjahr. Im August folgte sogar eine weitere. Nun nähert sich das dritte Quartal dem Ende. Durch die nahezu unveränderte Situation am Golf von Juli bis September und die gestiegenen Chemikalienpreise dürfte es nach unserer Einschätzung auch im Q3 recht gut bei Brenntag gelaufen sein.
Kurzfristig droht Gefahr
Ob das für eine erneute Zielanhebung ausreicht, ist jedoch fraglich. Der Blick auf den Chart jedenfalls lässt eher vermuten, dass mit der Zielanhebung vom August das Potenzial für weitere Anpassungen nach oben ausgereizt sein dürfte. In den vergangenen vier Wochen sank die Aktie leicht, aber dafür stetig. Die Unterstützung bei gut 59 Euro hielt unterdessen.
Mittelfristig im Aufwärtstrend
Die mittelfristige Chartbetrachtung spricht aber eine andere Sprache: Vom Tief aus dem November 2025 bei 46 Euro verläuft über die Marke von rund 53 Euro Ende Juni 2026 die untere Trendlinie eines aufwärtsgerichteten Trendkanals. Durch die hohe Volatilität der Aktie im bisherigen Jahresverlauf liegt die obere Trendlinie fast 20 Prozent höher. Aktuell befindet sich der Kurs des Brenntag-Papiers in der Mitte des Aufwärtskanals. Das wiederum lässt auf zwei Szenarien schließen.
Fazit
Im ersten Szenario könnte die Aktie wieder in Richtung der oberen Begrenzungsmarke bei aktuell 66/67 Euro steigen. Das setzt voraus, dass die Unterstützung bei gut 59 Euro hält und gute Unternehmensnachrichten einen Schub geben. Im zweiten Szenario könnte das Papier ohne positive Impulse wieder bis auf die untere Begrenzungslinie bei 56/57 Euro zurückfallen. Hier befindet sich die 200-Tage-Linie als zusätzliche Unterstützung. Da sich das Papier in einem Aufwärtstrend befindet und zuletzt wieder positive Signale aus der heimischen Chemiebranche kamen, könnten sich im Falle guter Unternehmensnachrichten zyklische Trades für kurzfristig orientierte Anleger anbieten. Bleiben diese aus, wäre die Unterseite der Range eine mögliche Einstiegsoption – dann auch für längerfristig orientierte Investoren.
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Erstellung am 22.09.26 um 11:04 Uhr.
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