TUI: Die Zuversicht kehrt zurück
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TUI präzisiert die Gewinnprognose und meldet eine verbesserte Buchungsdynamik. Insbesondere wenn die geopolitischen Spannungen nachlassen sollten, verfügt die Aktie über ein erhebliches Potenzial.
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Nach der schwachen Kursentwicklung der vergangenen Monate liefert TUI heute zumindest fundamental wieder etwas Rückenwind. Im aktuellen Buchungsupdate hat der Reisekonzern seine Ergebnisprognose für das Ende September auslaufende Geschäftsjahr präzisiert. Statt eines bereinigten EBIT von bislang 1,1 bis 1,4 Mrd. Euro rechnen die Niedersachsen nun mit 1,2 bis 1,3 Mrd. Euro. Nachdem in den ersten drei Quartalen kumuliert nur ein bereinigtes EBIT von 165 Mio. Euro zu Buche stand, kann man dies angesichts der anhaltenden geopolitischen Turbulenzen rund um den Irankrieg und den Ölpreisschock durchaus als Zeichen zunehmender Zuversicht werten.
Sommergeschäft erholt sich
Grund dafür ist vor allem die zuletzt verbesserte Buchungsdynamik. Im Bereich Märkte + Airline liegt der gebuchte Umsatz für den Sommer zwar noch 5 Prozent unter Vorjahr, hat sich seit August aber um einen weiteren Prozentpunkt verbessert. In den vergangenen vier Wochen lagen die gebuchten Umsätze sogar 2 Prozent über Vorjahr. Gleichzeitig hat TUI die eigenen Risikokapazitäten um 5 Prozent reduziert und kann damit die Auslastung und Preise besser steuern.
Noch besser läuft es bei den margenstärkeren Urlaubserlebnissen. Hotels & Resorts erzielten im vierten Quartal 2025/26 um 4 Prozent höhere Durchschnittsraten, bei den Kreuzfahrten waren es 2 Prozent. Gleichzeitig baut TUI die Kapazitäten kräftig weiter aus. Für das erste Halbjahr 2026/27 sollen die verfügbaren Hotelübernachtungen um 7 Prozent und die Passagiertage bei Kreuzfahrten sogar um 17 Prozent steigen.
Bewertung bleibt niedrig
Ganz ausgestanden sind die Probleme allerdings nicht. Für den Winter 2026/27 liegt der gebuchte Umsatz bei Märkte + Airline derzeit 7 Prozent unter Vorjahr. Allerdings buchen die Kunden weiterhin deutlich kurzfristiger, und in den vergangenen vier Wochen betrug das Minus nur noch 1 Prozent. Zudem halten sich die Durchschnittspreise stabil.
Mithin ist bei der Aktie nach dem deutlichen Kursrückgang der vergangenen Monate inzwischen viel Skepsis eingepreist. Sollten die geopolitischen Spannungen indes nachlassen, dürfte sich die Verbesserung der Buchungsdynamik auch im neuen Jahr fortsetzen und in Verbindung mit dem weiteren Ausbau des profitablen Hotel- und Kreuzfahrtgeschäfts für erheblichen Bewertungsspielraum bei der Aktie sorgen. Der Analystenkonsens berücksichtigt dieses Szenario bereits teilweise und rechnet für 2026/27 im Schnitt mit einem Gewinn von rund 1,37 Euro je Aktie. Bei einem Kurs von etwa 6,50 Euro entspräche dies einem KGV von nicht einmal 5.
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Erstellung am 22.09.26 um 10:49 Uhr.
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