KWS Saat: Gelingt ein neues Jahreshoch?
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Steigende Mais- und Weizenpreise haben die KWS-Aktie auf ein neues Jahreshoch getragen. Ob das Unternehmen daraus tatsächlich auch operativ zusätzliche Dynamik ziehen kann, zeigt sich am Mittwoch.
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Der Anstieg der KWS-Aktie geht mit steigenden Preisen für Agrarrohstoffe einher. Im August ist der Preis für Mais nahezu explodiert und im September ging es nach anfänglichen Rückgängen ebenfalls wieder kräftig aufwärts. Während der Endverbraucher diese Entwicklung über höhere Lebensmittelpreise bezahlt, gibt es in der Wertschöpfungskette unterschiedliche Gewinner. Offensichtlich gehört KWS dazu.
Agrarpreise dürften hoch bleiben
Wenngleich sich auch Weizen zuletzt spürbar verteuert hat, ist der Preisanstieg beim Mais noch viel dynamischer erfolgt. Laut dem US-Investmenthaus Raymond James sind die Gründe für den Preisanstieg maßgeblich in den niedrigeren Ernteerträgen und den begrenzten Exportkapazitäten aus der Schwarzmeerregion zu finden. Das US-Agrarministerium nannte zuletzt ein weiter gesunkenes Verhältnis von Lagerbestand zu Verbrauch auf nur noch 9,7 Prozent nach 12,1 Prozent zu Jahresbeginn. Das deutet nicht gerade auf Entspannung an der Preisfront hin.
Was plant KWS?
Dem Saatguthersteller KWS könnte diese Entwicklung weiter in die Karten spielen. Immerhin entfielen im Vorjahr 2024/25 mehr als 27 Prozent der Umsätze auf das Segment Mais. Hohe Agrarrohstoffpreise veranlassen Landwirte zudem aufgrund der höheren Gewinnerwartung dazu, in hochwertiges Saatgut zu investieren. Ob diese verkürzte Wenn-Dann-Beziehung weiterhin für KWS gilt, dürfte sich schon bald zeigen. Denn am Mittwoch präsentieren die Einbecker die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 (per 30.06.) und den neuen Ausblick für 2026/27.
Fazit
Die Dürre in der Landwirtschaft ist auch in Deutschland ein Problem und treibt hierzulande die Preise für Agrarrohstoffe an. Das wiederum bietet Landwirten einen Anreiz, auf leistungs- und widerstandsfähiges Saatgut zu setzen. Investoren wiederum dürften gerade deshalb beim Ausblick 2026/27 von KWS auf mehr Umsatz- und Ertragsdynamik als zuletzt spekulieren. Liefert KWS, könnte das Jahreshoch bei 80 Euro noch nicht das Ende der Fahnenstange gewesen sein.
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Erstellung am 22.09.26 um 9:26 Uhr.
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