MÄRKTE ASIEN/Grundstimmung weiter gut - Sydney und Schanghai Tagessieger


Von Steffen Gosenheimer

TOKIO / SCHANGHAI (Dow Jones)--Nach leicht positiven Vorgaben von der Wall Street ist es am Donnerstag an den ostasiatischen Börsen ebenfalls überwiegend leicht nach oben gegangen. Auf den mittlerweile erreichten langfristigen Hochs bzw. Rekordhochs war die Grundstimmung weiter positiv, getragen von der Erwartung eines Stimuluspakets in den USA und Unterstützung seitens der US-Notenbank. Letztere hatte am Vorabend signalisiert, dass sie ihre ultraexpansive Politik noch für eine längere Zeit beibehalten wird.

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Daneben wurde gemeldet, dass die US-Notenbank ihre Abkommen für die Dollar-Liquidität von ausländischen Zentralbanken bis zum 30. September 2021 verlängert hat. Das bisherige Abkommen lief bis zum 31. März 2021. Die Linien ermöglichen die Bereitstellung von Dollar-Liquidität in Höhe von jeweils bis zu 60 Milliarden Dollar für die Zentralbanken Australiens, Brasiliens, Koreas, Mexikos, Singapurs und Schwedens.

Mit Blick auf die Corona-Pandemie setzen die Akteure an den Finanzmärkten weiter auf die rasche Verabreichung von Impfstoffen, während zugleich in vielen Regionen der Welt die Todes- und Infiziertenzahlen steigen.

In Seoul wurden die zuletzt wieder deutlich gestiegenen Covid-19-Fälle als ein Grund für Gewinnmitnahmen genannt. Allerdings erholte sich der Kospi im späten Geschäft noch und schloss nur minimal im Minus. Geholfen haben dürfte, dass Südkoreas Regierung im kommenden Jahr mit einer starken Wirtschaftserholung rechnet.

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Der Nikkei-Index in Tokio ging 0,2 Prozent höher mit 26.807 Punkten aus dem Tag. Gebremst wurde er vom Yen, der nach den Fed-Ausführungen zum Dollar auf ein Fünfwochenhoch stieg. Aber auch rekordhohe Corona-Infektionen dürften etwas belastet haben. In Hongkong und besonders Schanghai fielen die Zugewinne höher aus, ebenso in Sydney. Der S&P/ASX-200 legte um 1,2 Prozent zu.

Unter den Einzelwerten in Tokio schnellten Japan Post Insurance um 10 Prozent nach oben mit einem Bericht über einen möglichen Aktienrückkauf. Fujifilm Holdings büßten 3,0 Prozent ein. Hier sorgte für Druck, dass das Medikament Avigan seine Effizienz zur Behandlung von Covid-19 nicht unter Beweis stellen konnte.

Passend zur Corona-Lage waren Aktien aus dem Technologie- und Spielesektor gesucht, während Transporttitel verkauft wurden. Der Kurs des japanischen Chipherstellers Renesas Electronics gewann 6,9 Prozent, für Nintendo ging es um 6,6 Prozent aufwärts. East Japan Railway verloren dagegen 3,7 und ANA Holdings 2,4 Prozent. In Seoul verloren Hanatour Service 3,9 und Jeju Air 2,8 sowie Korean Air Lines 1,6 Prozent.

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Arbeitsmarkt in Australien überrascht positiv

In Hongkong sahen Marktteilnehmer Aktien aus dem Pharma- und dem Technologiesektor weit vorne. Wuxi Biologics und Sino Biopharma lagen im Späthandel 5,4 bzw. 7 Prozent höher. Im Technologiebereich zeigten Alibaba Group, Meituan und Tencent Holdings Aufschläge von 2,2 bzw 1,7 bzw. 1,3 Prozent. Xinyi Solar rutschten nach Ankündigung einer Aktienplatzierung zunächst ab, erholten sich dann aber kräftig auf ein Plus von zuletzt rund 4 Prozent. Die Aktie des Chipherstellers SMIC zeigte ebenfalls einen Richtungswechsel im Handelsverlauf und erholte sich um 1,7 Prozent. Zuletzt hatte belastet, dass der Co-Chef des mit US-Restriktionen belegten Unternehmens gehen wird.

Am australischen Aktienmarkt sorgten neue optimistischere Konjunktur- und Budgetprognosen der Regierung für Kauflaune und in der Folge den höchsten Stand des Index seit Februar. Treibend wirkten auch besser als erwartet ausgefallene Zahlen vom Arbeitsmarkt im November.

Am Ölmarkt stiegen die Preise um rund 1 Prozent. Brent-Öl ist mit 51,60 Dollar je Barrel so teuer wie zuletzt vor rund 10 Monaten. Marktkenner erklärten die Aufschläge mit den neuesten gesunkenen Öl-Vorratsdaten und Stimulus- und Impfstoffhoffnungen, die letztlich für eine anziehende Nachfrage sorgen dürften.

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Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende

S&P/ASX 200 (Sydney) 6.756,70 +1,16% +1,09% 06:00

Nikkei-225 (Tokio) 26.806,67 +0,18% +13,11% 07:00

Kospi (Seoul) 2.770,43 -0,05% +26,06% 07:00

Schanghai-Comp. 3.404,87 +1,13% +11,63% 08:00

Hang-Seng (Hongk.) 26.566,21 +0,40% -6,23% 09:00

Taiex (Taiwan) 14.258,93 -0,32% +18,85% 06:30

Straits-Times (Sing.) 2.865,00 -0,27% -10,86% 10:00

KLCI (Malaysia) 1.671,38 -0,60% +5,83% 10:00

BSE (Mumbai) 46.821,82 +0,33% +13,35% 11:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Di, 9:00 % YTD

EUR/USD 1,2228 +0,2% 1,2199 1,2168 +9,0%

EUR/JPY 126,20 +0,0% 126,18 125,90 +3,5%

EUR/GBP 0,9008 -0,3% 0,9033 0,9036 +6,4%

GBP/USD 1,3573 +0,5% 1,3504 1,3471 +2,4%

USD/JPY 103,21 -0,2% 103,45 103,45 -5,1%

USD/KRW 1091,55 -0,2% 1093,66 1093,26 -5,5%

USD/CNY 6,5339 +0,0% 6,5328 6,5385 -6,2%

USD/CNH 6,5070 -0,1% 6,5107 6,5171 -6,6%

USD/HKD 7,7524 0% 7,7524 7,7526 -0,5%

AUD/USD 0,7614 +0,5% 0,7573 0,7565 +8,7%

NZD/USD 0,7143 +0,5% 0,7108 0,7105 +6,1%

Bitcoin

BTC/USD 22.327,50 +4,3% 21.405,75 19.430,25 +209,7%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 48,42 47,82 +1,3% 0,60 -13,6%

Brent/ICE 51,69 51,08 +1,2% 0,61 -14,6%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.873,01 1.865,30 +0,4% +7,71 +23,4%

Silber (Spot) 25,66 25,38 +1,1% +0,28 +43,7%

Platin (Spot) 1.052,18 1.037,00 +1,5% +15,18 +9,0%

Kupfer-Future 3,59 3,55 +1,1% +0,04 +26,9%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/err

(END) Dow Jones Newswires

December 17, 2020 02:34 ET (07:34 GMT)

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