MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - Zinssenkung in China verpufft nahezu


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TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien haben sich zu Wochenbeginn überwiegend mit Abschlägen gezeigt. Die Börse in Hongkong wurde zeitweise etwas gestützt von einer neuerlichen Zinssenkung der chinesischen Notenbank, konnte die Aufschläge jedoch nicht halten. Die Börse in Schanghai schloss hingegen etwas fester. Die Aktienmärkte in Japan, Australien und Südkorea gaben nach.

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Am Ölmarkt brach derweil der Preis für die US-Sorte WTI erneut ein, zuletzt um 18,6 Prozent auf 14,87 Dollar. Das ist der niedrigste Stand seit rund zwei Jahrzehnten. Marktbeobachter sehen die WTI-Misere im Zusammenhang mit dem am Dienstag anstehenden Kontraktwechsel auf den Liefertermin Juni. WTI-Öl zur Lieferung im Juni kostet denn auch mit 23,63 Dollar deutlich mehr. Die europäische Referenzsorte Brent gab lediglich um 2,5 Prozent nach auf 27,38 Dollar.

Die chinesische Notenbank hat zum zweiten Mal in diesem Jahr ihre Leitzinsen für Kredite gesenkt, um die von der Pandemie schwer getroffene chinesische Wirtschaft anzukurbeln. China mache ernst mit der Lockerung der Geldpolitik, so die Experten von Capital Economics. "Da das Beschäftigungsumfeld weiterhin schwach ist und die Auslandsnachfrage durch die Corona-Maßnahmen gebremst wird, dürfte die chinesische Notenbank weitere Schritte zur Unterstützung der Wirtschaft einleiten." In Hongkong gab der Hang-Seng-Index im späten Handel 0,2 Prozent nach, im chinesischen Kernland rückte der Schanghai-Composite jedoch 0,5 Prozent vor.

Ökonomen zeigen sich indessen mit Blick auf den Zustand der chinesischen Wirtschaft gespalten. Die Analysten von Nomura erwarten, dass Chinas Wirtschaft möglicherweise länger braucht, um sich von den Folgen der Pandemie zu erholen, als allgemeinhin erwartet wird. Peking werde wohl schon bald Stimuli ankündigen, die insbesondere aus finanziellen Entlastungen bestehen, da der Optimismus für eine rasche Erholung schwinde. Jefferies hingegen rechnet damit, dass sich die Wirtschaft im zweiten Quartal erholen wird, nachdem sie im ersten Quartal ihren Tiefpunkt erreicht habe. Die Konjunkturdaten für das erste Quartal seien besser als von ihnen erwartet ausgefallen dank der starken politischen Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft, sagen die Analysten.

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Schwache Exportdaten belasten Nikkei

Die negativen Folgen der Pandemie für die globale Wirtschaftsentwicklung veranschaulichten auch die neuesten Handelsdaten aus Japan. So sind die japanischen Exporte im März um 11,7 Prozent eingebrochen. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gerechnet. Die Warenlieferungen nach China waren um 8,6 Prozent rückläufig, während die Exporte in die USA um 16,5 Prozent einknickten und nach Europa um 11,1 Prozent. Der Nikkei-Index gab 1,2 Prozent nach auf 19.669 Punkte. Abwärtsdruck kam unter anderem vom Pharmasektor. Chugai Pharmaceutical und Daiichi Sankyo schlossen jeweils 3,9 Prozent niedriger.

Die Börse in Sydney gab 2,5 Prozent nach. Belastet wurde der Index vor allem von schwachen Ölaktien. Santos gaben um 3,7 Prozent nach, Woodside verloren 4,4 und Oil Search 2,9 Prozent. In Südkorea notierte der Kospi 0,8 Prozent schwächer. Das Index-Schwergewicht Samsung büßte 2,5 Prozent ein. Für Korean Air ging es um 6,5 Prozent abwärts, nach Meldungen, wonach das Unternehmen Kapital aufnehmen will, um die Liquidität zu verbessern. Die Aktien der Muttergesellschaft Hanjin KAL brach um 26 Prozent ein.

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Index (Börse) zuletzt +/- % % YTD Ende

S&P/ASX 200 (Sydney) 5.353,00 -2,45% -19,91% 08:00

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Nikkei-225 (Tokio) 19.669,12 -1,15% -15,89% 08:00

Kospi (Seoul) 1.898,36 -0,84% -13,62% 08:00

Schanghai-Comp. 2.852,55 +0,50% -6,48% 09:00

Hang-Seng (Hongk.) 24.331,74 -0,20% -13,55% 10:00

Taiex (Taiwan) 10.588,28 -0,08% -11,74% 07:30

Straits-Times (Sing.) 2.596,50 -0,69% -18,87% 11:00

KLCI (Malaysia) 1.417,17 +0,70% -11,42% 11:00

BSE (Mumbai) 31.683,11 +0,30% -23,30% 12:00

DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 9:42 % YTD

EUR/USD 1,0864 -0,1% 1,0877 1,0828 -3,1%

EUR/JPY 117,02 +0,1% 116,96 116,70 n.def.

EUR/GBP 0,8713 +0,2% 0,8697 0,8701 n.def.

GBP/USD 1,2468 -0,3% 1,2502 1,2444 -5,9%

USD/JPY 107,72 +0,1% 107,60 107,79 -0,9%

USD/KRW 1221,06 +0,4% 1216,24 1217,23 +5,7%

USD/CNY 7,0741 +0,0% 7,0731 7,0794 +1,6%

USD/CNH 7,0836 +0,0% 7,0810 7,0835 +1,7%

USD/HKD 7,7506 -0,0% 7,7512 7,7511 -0,5%

AUD/USD 0,6360 -0,1% 0,6364 0,6326 -9,2%

NZD/USD 0,6049 +0,2% 0,6038 0,5977 -10,1%

Bitcoin

BTC/USD 7.187,26 -0,2% 7.198,26 7.066,76 -0,3%

ROHOEL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 14,87 18,27 -18,6% -3,40 -75,2%

Brent/ICE 27,38 28,08 -2,5% -0,70 -57,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.674,58 1.683,63 -0,5% -9,06 n.def.

Silber (Spot) 15,14 15,21 -0,5% -0,07 -15,2%

Platin (Spot) 781,00 775,30 +0,7% +5,70 -19,1%

Kupfer-Future 2,34 2,34 -0,1% -0,00 -16,6%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/cln

(END) Dow Jones Newswires

April 20, 2020 04:26 ET (08:26 GMT)

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