MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - Konjunkturtitel gesucht


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Indizes

25,465.25 EUR -352.64 EUR -1.37 %

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bauen bis Freitagmittag die Gewinne aus. Der Erfolg des Medikaments Remdesivir von Gilead Sciences bei einigen Corona-Behandlungen weckt Hoffnungen, dass die Coronavirus-Krise schneller als bislang befürchtet überwunden werden kann. In Deutschland sieht das Robert-Koch-Institut die Ansteckungsrate derweil nur noch bei 0,7. Die Bundeskanzlerin hatte für weitere Lockerungsmaßnahmen eine Rate von 1,1 verlangt.

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Am Nachmittag äußert sich US-Präsident Donald Trump. Es wird damit gerechnet, dass er das Antivirusmittel als Erfolg seiner Politik verkaufen wird. Allerdings warnen einige Analysten - für ein abschließendes Urteil zu Remdesivir sei es noch zu früh, denn es befinde sich noch in der Testphase. Gut kommen an der Börse auch die Pläne Trumps zur Wiedereröffnung der US-Wirtschaft Anfang Mai an. Der DAX gewinnt 4,3 Prozent auf 10.742 Punkte. Für den Euro-Stoxx-50 geht es 3,8 Prozent auf 2.920 nach oben.

China-BIP nicht ganz so schlimm wie befürchtet

Konjunkturzyklische Werte legen kräftig zu: Im DAX springen MTU um 8,1 Prozent und Heidelbergcement um 7,5 Prozent. Siemens steigen um 6 Prozent und BASF um 4,7 Prozent. Bei den Automobilwerten ziehen BMW um 6,3 Prozent und VW um 5,1 Prozent an. Airbus legen sogar 8,7 Prozent zu. Der Autosektor gewinnt europaweit 4,9 Prozent, während es für Rohstofftitel um 5,1 Prozent nach oben geht.

Stützend wirken auch Konjunkturdaten aus China. Das chinesische BIP ist im ersten Quartal 2020 weniger deutlich als befürchtet eingebrochen: Im Jahresvergleich fiel es um 6,8 Prozent, Ökonomen hatten 8,3 Prozent vorausgesagt. Ähnlich die Industrieproduktion im März: Sie sank um 1,1 Prozent und damit längst nicht so deftig wie mit 7,5 Prozent prognostiziert.

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Um 2,6 Prozent nach oben geht es nach Geschäftszahlen für L'Oreal. Der französische Kosmetik- und Konsumgüterkonzern berichtet zwar über ein schwieriges erstes Quartal; Analysten betonen aber das starke Wachstum im Onlinehandel um 52,6 Prozent. Positiv sei zudem, dass die Umsätze in China bereits wieder anzögen. Dies könne "als Blaupause" für den Rest der Welt genommen werden. Für Henkel geht es 2,2 Prozent nach oben, Beiersdorf und Reckitt-Benckiser steigen 1,3 Prozent.

LVMH klettern nach Zahlenausweis um 5,1 Prozent. Als ermutigend bezeichnet Bryan Garnier Anmerkungen des Vorstandsvorsitzenden über den Erholungstrend in China. Es sei die Rede von 50 Prozent Umsatzzuwachs für Marken wie Louis Vuitton und Christian Dior in den ersten Aprilwochen. Auch bei Marken wie Bulgari und Sephora dürfte das Wachstum aktuell stark sein, vermuten die Analysten. Im Gefolge steigen Hugo Boss um 10,5 Prozent.

Banken feiern EZB-Lockerung

Der Bankensektor in Europa springt um 3,3 Prozent nach oben. Hier stützt die Entscheidung der EZB, dass Banken ihre Risiken im Handelsgeschäft mit weniger Eigenkapital unterlegen müssen. Ein positiver Nebeneffekt sei, dass mit dem Schritt auch die Marktliquidität gewährleistet werden solle, heißt es im Handel. Positiv sei die Nachricht vor allem für die Häuser mit größeren Handelsabteilungen wie die Deutsche Bank (plus 4,6 Prozent). Societe Generale steigen 4,8 Prozent.

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Kräftige Kursgewinne zeigen die gebeutelten Aktien von Thyssenkrupp. Die Citi empfiehlt sie nun zum Kauf mit Ziel 8,50 Euro. Entsprechend schießen die Titel um 9,8 Prozent nach oben auf 5,91 Euro. Lonza legen nach Umsatzzahlen um 0,7 Prozent zu. Baader Helvea bezeichnet diese als im erwarteten Rahmen liegend.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 2.919,56 3,81 107,21 -22,04

Stoxx-50 2.846,85 3,01 83,19 -16,34

DAX 10.741,50 4,27 439,96 -18,93

MDAX 22.408,06 2,82 615,39 -20,86

TecDAX 2.876,65 2,13 60,00 -4,59

SDAX 10.192,46 3,17 312,72 -18,54

FTSE 5.824,49 3,48 196,06 -25,38

CAC 4.524,38 4,00 174,22 -24,32

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,49 -0,01 -0,73

US-Zehnjahresrendite 0,63 0,01 -2,05

DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:34h Do, 17.10 Uhr % YTD

EUR/USD 1,0823 -0,35% 1,0847 1,0844 -3,5%

EUR/JPY 116,74 -0,52% 116,85 116,83 -4,2%

EUR/CHF 1,0516 -0,03% 1,0523 1,0511 -3,1%

EUR/GBP 0,8709 +0,12% 0,8696 0,8713 +2,9%

USD/JPY 107,86 -0,17% 107,72 107,75 -0,8%

GBP/USD 1,2429 -0,45% 1,2473 1,2448 -6,2%

USD/CNH (Offshore) 7,0801 -0,05% 7,0837 7,0847 +1,6%

Bitcoin

BTC/USD 7.101,26 +0,34% 7.032,76 7.038,76 -1,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 18,61 19,87 -6,3% -1,26 -69,0%

Brent/ICE 28,35 27,82 +1,9% 0,53 -55,8%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.685,25 1.716,80 -1,8% -31,55 +11,1%

Silber (Spot) 15,12 15,65 -3,4% -0,53 -15,3%

Platin (Spot) 773,60 787,60 -1,8% -14,00 -19,8%

Kupfer-Future 2,34 2,29 +2,0% +0,05 -16,8%

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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

April 17, 2020 06:32 ET (10:32 GMT)

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29.06.26 Volkswagen (VW) vz Neutral UBS AG
29.06.26 Volkswagen (VW) vz Buy Jefferies & Company Inc.
27.06.26 Volkswagen (VW) vz Outperform RBC Capital Markets
26.06.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research
25.06.26 Volkswagen (VW) vz Market-Perform Bernstein Research