MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Verluste aus - Wechsel aus Tech- zu Haushaltsgüteraktien


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DOW JONES--Europas Börsen bauen die Verluste bis Dienstagmittag aus. Vor allem bei Technologietiteln gibt es heftige Gewinnmitnahmen. Am Nachmittag rückt in den USA die Indexaufnahme von SpaceX in den Nasdaq-100-Index in den Fokus. Dies zwingt passive Indexfonds zunächst zu Käufen der Aktie, die danach üblicherweise abflauen und die Neueinsteiger oft unter Druck setzen. Auch wurden die Zahlen vom Samsung am Markt mit Ernüchterung aufgenommen. Der DAX gibt um 0,6 Prozent nach auf 25.667 Punkte, der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,5 Prozent auf 6.369 Punkte.

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Derweil gibt die deutsche Wirtschaft wieder Lebenszeichen von sich, auch wenn dies zunächst nicht größer stützt. Die deutschen Industriedaten deuten in den ersten beiden Monaten des zweiten Quartals auf eine breit angelegte Stärke hin, trotz des Anstiegs der Energiepreise aufgrund des Iran-Krieges, so Pantheon Macroeconomics. Die Industrieproduktion ist im Mai um 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen, nachdem sie im April um 0,2 Prozent zugelegt hatte. Damit sei das deutsche verarbeitende Gewerbe auf Kurs für ein solides zweites Quartal, was ein Aufwärtsrisiko für das BIP-Wachstum signalisiere.

Technologiewerte stehen kräftig unter Druck, die Welle der Gewinnmitnahmen setzt sich auch in Europa nahtlos fort. In Südkorea waren zunächst Samsung Electronics und LG Electronics trotz Rekordzahlen um bis zu 10 Prozent eingebrochen. Händler führen dies auf eine Mischung aus "Sell-the-News" und dem "Platzschaffen" in den Portfolios für die Indexaufnahme von SpaceX zurück.

Für Infineon, STMicro, Suss und ASML geht es um bis zu 10 Prozent tiefer. BE Semiconductor fallen nach ihrem Rutsch vom Vortag um weitere 5 Prozent. Für Ausrüster von KI-Datenzentren wie Siemens Energy geht es um 6,9 Prozent nach unten. Marktstratege Jochen Stanzl von der Consorsbank spricht von einer gewissen "KI-Müdigkeit" am Markt und sieht das als Warnzeichen: "Wenn gute Nachrichten verkauft werden, haben Anleger sie schon vorweggenommen. Das ist ein typisches 'Sell On Good News' - der Markt zeigt Anzeichen einer zunehmenden KI-Müdigkeit". Dies sei kein gutes Omen für die Berichtssaison.

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Die kräftigen Gewinnmitnahmen im KI- und Technologiebereich sorgen für eine Rückbesinnung auf die klassischen Branchen. "Hier zeigt sich die erhoffte Sektorrotation, bei der eben nur rotiert wird und das Kursniveau insgesamt verteidigt wird", sagt ein Händler. Bei Nahrungsmitteltiteln geht es 2,2 Prozent und bei Haushaltsgütern 1,9 Prozent höher. Im Nahrungsbereich geht es bei Pernod Ricard 5,3 Prozent höher, bei Carrefour um 3,7 Prozent, im Bereich Mode legen Burberry um 3,4 Prozent zu. Gestützt wird dies durch positive Analystenstimmen, unter anderem von RBC zum Nahrungsmittel-Einzelhandel und besonders Carrefour.

Von Unternehmesseite stehen keine wichtigen Termine an. Rüstungsaktien stehen mit dem laufenden Nato-Gipfel in der Türkei im Blick, vor allem die weitere Entwicklung um den Milliardenauftrag von Kanada an die U-Bootwerft TKMS (-2,4%). Dieser gilt als klares politisches Signal in Richtung Europa und Nordpolar-Flotte, da auch Norwegen den selben U-Boot-Typ kauft. Entsprechend werden Tiraden von US-Präsident Donald Trump in Richtung Grönland erwartet. Unter den nordischen Rüstungswerten geht es für Saab um 3,3 Prozent nach oben. Rheinmetall gewinnen 0,6 Prozent.

Auch Umstufungen sorgen wieder für Bewegung: So geht es für Kion um 0,2 Prozent höher, nachdem sie von Morgan Stanley auf "Overweight" hochgestuft worden sind.

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Fed-Protokoll mit neuem Chef im Fokus - Inflation in Holland fällt

Erst am Mittwochabend steht das Hauptereignis der Woche mit dem Protokoll der vergangenen Fed-Sitzung an. Denn es gibt erste Einblicke in die erste Sitzung des neuen Notenbankchefs Kevin Warsh. Kristina Clifton, Währungsstrategin bei der CBA, meint, Marktteilnehmer werden das Protokoll auf Bestätigung oder Widerspruch zu der restriktiven ersten Erklärung von Warsh analysieren. Das Protokoll könnte weniger Einblicke bieten als üblich, angesichts Warshs Ansicht, dass die Fed in der Vergangenheit zu viele Leitlinien gegeben habe. Fed-Gouverneur Christopher Waller verteidigte indes die Praxis der "Forward Guidance".

Gute Nachrichten für die Europäische Zentralbank (EZB) sehen Händler hinter den Inflationsdaten aus den Niederlanden. Dort stiegen die Verbraucherpreise im Juni nur noch um 2,9 Prozent zum Vorjahr an. Im Vormonat war es noch 3,5 Prozent nach oben gegangen. "Das ist ein gutes Zeichen dafür, dass wir das Peak gesehen haben", sagt ein Händler. "Der Druck auf die EZB zu Zinserhöhungen geht damit weiter zurück".

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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 6.368,76 -0,5 -29,25 6.398,01 10,0

Stoxx-50 5.444,17 -0,2 -13,36 5.457,53 10,7

DAX 25.666,73 -0,6 -151,16 25.817,89 4,8

MDAX 33.069,89 -0,7 -221,35 27.039,42 8,0

TecDAX 3.875,08 -1,0 -37,45 3.091,28 7,0

SDAX 18.384,14 -0,8 -155,33 13.062,07 7,0

FTSE 10.682,71 +0,3 30,94 10.651,77 7,6

CAC 8.503,39 +0,3 23,52 8.479,87 4,3

SMI 14.371,42 +0,5 69,16 14.302,26 8,3

ATX 6.518,14 -0,7 -47,37 6.565,51 22,4

DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:01

EUR/USD 1,1438 -0,0 -0,0002 1,1440 1,1418

EUR/JPY 185,14 -0,2 -0,3000 185,44 185,3800

EUR/CHF 0,9218 +0,1 0,0006 0,9212 0,9207

EUR/GBP 0,8539 -0,0 -0,0003 0,8542 0,8546

USD/JPY 161,83 -0,2 -0,2500 162,08 162,3300

GBP/USD 1,3392 +0,0 0,0002 1,339 1,3356

USD/CNY 6,793 -0,0 -0,0028 6,7958 6,7959

USD/CNH 6,797 +0,0 0,0028 6,7942 6,7985

AUS/USD 0,6952 0,0 0,0000 0,6952 0,6937

Bitcoin/USD 63.168,55 -1,0 -627,93 63.796,48 62.021,70

ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

WTI/Nymex 69,18 +0,9 0,63 68,55

Brent/ICE 72,88 +1,2 0,89 71,99

Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag

Gold 4.142,51 -0,5 -21,47 4.163,98

Silber 60,96 -1,8 -1,12 62,08

Platin 1.647,03 +1,0 16,03 1.631,00

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

July 07, 2026 07:34 ET (11:34 GMT)

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09:06 Rheinmetall Outperform Bernstein Research
08:51 Rheinmetall Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
07.07.26 Rheinmetall Buy UBS AG
03.07.26 Rheinmetall Buy Deutsche Bank AG
03.07.26 Rheinmetall Neutral JP Morgan Chase & Co.