MÄRKTE EUROPA/Börsen bleiben unter Druck - Deutsche Telekom gesucht
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FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen stehen auch am Freitagmittag unter Abgabedruck. Der DAX verliert 0,5 Prozent auf 13.141 Punkte, der Euro-Stoxx-50 handelt 0,6 Prozent tiefer bei 3.582 Punkten. Belastend wirkt der überraschend hohe Anstieg der Verbraucherpreise in Nordrhein-Westfalen (NRW) und in Frankreich. Die Verbraucherpreise für Oktober aus NRW schossen gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent in die Höhe, auf Monatssicht stiegen die Preise immer noch um 1,2 Prozent. Aber auch in Frankreich hat der Inflationsdruck im Oktober mit einer Jahresrate von 7,1 (September: 6,2) zugenommen.
Volkswirte und Marktteilnehmer hatten die EZB-Pressekonferenz am Vortag als taubenhaft interpretiert. "Die EZB scheint der Meinung zu sein, dass ein Konjunktureinbruch inflationsdämpfend wirkt", sagt Devisenanalyst Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. In der Folge habe der Markt etwas weniger EZB-Zinserhöhungen als zuvor eingepreist. Mit den NRW-Daten scheint diese Annahme nun gehörig ins Wanken zu geraten. Sie sprechen eher für weiter deutlich steigende Zinsen und dürften daher Aktien- und Rentenmärkte belasten. Denn die jüngste Aktienerholung im Oktober wurde von rückläufigen Marktzinsen flankiert, diese könnten nun wieder steigen.
Berichtssaison macht weiter Kurse
Volkswagen verlieren 3,2 Prozent. Mit Blick auf die Entwicklung des Automobilkonzerns im dritten Quartal fällt nach Aussage eines Händlers sofort auf, dass das operative Ergebnis rund 10 Prozent unterhalb der Markterwartung ausgefallen ist. Darin enthalten seien allerdings die Kosten für den Porsche-IPO sowie die ausgesetzten Russland-Aktivitäten. In der Folge könne auch die operative Umsatzrendite nicht mit der Markterwartung mithalten. Positiv sei dagegen, dass die Wolfsburger das Jahresziel einer operativen Umsatzrendite am oberen Rand der Spanne bestätigt haben.
Bei Airbus (+0,8%) stellen Händler negativ heraus, dass das bereinigte EBIT rund 6 Prozent unterhalb der Markterwartung im abgelaufenen Quartal ausgefallen sei. Auf der positiven Seite ist der angehobene Cashflow-Ausblick vor Fusionen und Akquisitionen zu nennen.
Gegen den Trend geht es für die Aktie der Deutschen Telekom am Freitag um 2,3 Prozent nach oben. Positiv wirkt sich hier die Entwicklung bei T-Mobile US im dritten Quartal aus, dort wurden nach dem Verlust im Vorquartal wieder schwarze Zahlen geschrieben.
Compugroup stürzen um 10,7 Prozent ab. Als "überraschend" wird im Handel gewertet, dass die Gesellschaft wegen Projektverschiebungen die Jahresprognose für 2022 gesenkt hat. Analysten hatten sich im Vorfeld auf ein positives Schlussquartal eingestellt. Prosiebensat1 sinken nach einem kassierten Ausblick für 2022 um 6,2 Prozent. Für die Aktie von Morphosys geht es nach positiven Studienergebnissen um 1 Prozent nach oben. Siltronic (+1,2%) erhöht Margen- und Umsatzziel nach einem starken Quartal.
Im Handel sorgt für wenig Überraschung, dass Danone (+2,2%) den Umsatzausblick angehoben hat, nachdem bereits einige Wettbewerber dies vollzogen hatten. Dabei hätten Preiseffekte das Wachstum gefördert und damit einen leichten Volumenrückgang kompensiert, heißt es.
Air France brechen ein
Positiv werden die Geschäftszahlen zum dritten Quartal des Schweizer Baustoffherstellers Holcim (+3,1%) gewertet. So sei das EBIT in diesem Zeitraum 4 Prozent oberhalb der Markterwartung ausgefallen. Dass das Unternehmen in dem Umfeld den Umsatzausblick angehoben habe, sei dagegen keine Überraschung. Stützend wirkt das überraschend angekündigte Aktienrückkaufprogramm.
Für die Aktien von Air France-KLM geht es um 16,4 Prozent nach unten, nachdem das Unternehmen die Kapazitätsprognose für das Gesamtjahr gesenkt und die Erwartungen an den Nettogewinn für das dritte Quartal verfehlt hat. Von den Analysten der Citi heißt es nach den Ergebnissen, die Prognose für das Gesamtjahr falle vorsichtig aus. Laut Stifel-Analysten bedeutet ein sich verschlechterndes Marktumfeld, dass das Eigenkapitaldefizit von 2,8 Milliarden Euro keine komfortable Bilanzposition darstelle.
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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
Euro-Stoxx-50 3.583,83 -0,6% -20,68 -16,6%
Stoxx-50 3.505,37 -0,1% -3,16 -8,2%
DAX 13.135,04 -0,6% -76,19 -17,3%
MDAX 23.681,37 -1,1% -259,49 -32,6%
TecDAX 2.829,52 -0,6% -16,40 -27,8%
SDAX 11.264,64 -1,4% -159,07 -31,4%
FTSE 7.042,85 -0,4% -30,84 -4,2%
CAC 6.231,46 -0,2% -12,57 -12,9%
Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD
Dt. Zehnjahresrendite 2,10 +0,14 +2,28
US-Zehnjahresrendite 4,00 +0,08 +2,49
DEVISEN zuletzt +/- % Fr, 8:42 Uhr Do, 17:20 Uhr % YTD
EUR/USD 0,9937 -0,3% 0,9975 0,9997 -12,6%
EUR/JPY 146,71 +0,7% 145,95 145,82 +12,1%
EUR/CHF 0,9895 +0,2% 0,9891 1,0109 -4,6%
EUR/GBP 0,8613 -0,0% 0,8641 0,8629 +2,5%
USD/JPY 147,68 +0,9% 146,41 145,82 +28,3%
GBP/USD 1,1537 -0,3% 1,1543 1,1589 -14,7%
USD/CNH (Offshore) 7,2808 +0,4% 7,2468 7,2362 +14,6%
Bitcoin
BTC/USD 20.173,17 -1,2% 20.288,70 20.591,41 -56,4%
ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 88,32 89,08 -0,9% -0,76 +26,5%
Brent/ICE 96,42 96,96 -0,6% -0,54 +31,1%
GAS VT-Settlem. +/- EUR
Dutch TTF 112,30 107,38 +4,6% +4,91 +67,1%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold (Spot) 1.647,39 1.663,30 -1,0% -15,91 -10,0%
Silber (Spot) 19,21 19,61 -2,0% -0,40 -17,6%
Platin (Spot) 949,15 962,00 -1,3% -12,85 -2,2%
Kupfer-Future 3,49 3,56 -2,0% -0,07 -21,2%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
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Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com
DJG/mpt/raz
(END) Dow Jones Newswires
October 28, 2022 06:50 ET (10:50 GMT)
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| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 02.07.26 | Deutsche Telekom Overweight | Barclays Capital | |
| 30.06.26 | Deutsche Telekom Buy | UBS AG | |
| 02.06.26 | Deutsche Telekom Buy | UBS AG | |
| 19.05.26 | Deutsche Telekom Buy | Goldman Sachs Group Inc. | |
| 18.05.26 | Deutsche Telekom Overweight | JP Morgan Chase & Co. |
