MÄRKTE EUROPA/Börsen verdauen Flut von Notenbank-Entscheidungen


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Indizes

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FRANKFURT (Dow Jones)--Im Plus zeigen sich Europas Börsen am Donnerstagnachmittag. Nach einer Flut von Zentralbankentscheidungen rund um den Globus kehrt etwas Ruhe ein. Die meisten Aktienmärkte kommen von ihren Tageshochs zurück. Der DAX legt 1,0 Prozent zu auf 15.637 Punkte, der Euro-Stoxx-50 um 1,1 Prozent auf 4.206 Zähler. Für einen Startschuss zur guten Laune hatte die US-Notenbank mit ihrem Bekenntnis zur Bekämpfung der Inflation gesorgt. Am Markt sorgt das für die erhoffte Planungssicherheit für das kommende Jahr 2022. Die Fed plant kommendes Jahr drei Zinserhöhungen.

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In Großbritannien hat die Bank of England sogar mit einer kleinen Zinserhöhung auf 0,25 Prozent überrascht. In Europa belässt die EZB indes alles beim alten: Die Zinssätze blieben unverändert tief. Die EZB beharrt auf der Ansicht, die Inflation werde schon wieder unter 2 Prozent zurückfallen. Lediglich das wegen der Coronapandemie geschaffene Anleihekaufprogramm PEPP wird wie erwartet im März beendet.

Dafür wir das ältere Kaufprogramm APP sogar noch aufgestockt. "Im Gegensatz zu anderen Notenbanken wie der US-Fed dürfte die EZB mit einer deutlich geringeren Geschwindigkeit aus der expansiven Geldpolitik aussteigen", kommentiert Volkswirtin Ulrike Kastens vom Vermögensverwalter DWS.

Airbus-Aktie steigt mit Qantas-Entscheidung

Gesucht in Europa sind vor allem rohstoffnahmen Branchen und Öl & Gas. Hier geht es um bis zu 2,8 Prozent nach oben. Die Branchen werden als Fluchtburg gegen steigende Inflation gesehen. Auch die zinsempfindlichen Technologiewerte steigen im Schnitt um 2,1 Prozent. Dank des konkreten Zinspfads der US-Notenbank können nun Risikoabschläge von den Aktien genommen werden.

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Die Airbus-Aktie gewinnt 3,1 Prozent. Die australische Qantas hat für einen Paukenschlag gesorgt. Sie hat Dutzende neuer Jets bei Airbus bestellt und will damit die Inlandsflotte erneuern, womit die Maschinen des Konkurrenten Boeing ersetzt werden. Auch die Titel des Triebwerksbauers MTU steigen um 1,6 Prozent.

Positiv bei Adidas kommt die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms an. Die Aktien liegen 1,1 Prozent im Plus. Der Sportartikelhersteller will bis 2025 Aktien für bis zu 4 Milliarden Euro nach dem Reebok-Verkauf ausschütten.

Auch Novartis (+4,9%) will den Erlös aus dem kürzlich erfolgten Verkauf der Roche-Beteiligung dazu verwenden, bis Ende 2023 eigene Aktien im Wert von bis zu 15 Milliarden US-Dollar zurückzukaufen. Wie der Pharmakonzern zudem mitteilte, rechnet er bis 2026 mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzwachstum von mindestens 4 Prozent.

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Edf, Metro und Boohoo unter Druck

Der Kurs von Frankreichs Energieversorger EdF bricht um 14 Prozent ein. Reaktoren mussten aus Wartungsgründen vom Netz genommen werden, was Leistungs- und damit auch Gewinnausfälle nach sich zieht. Die Höhe des Kursverlusts liegt wohl daran, dass die Aktie in auf E-Mobilität ausgerichteten Portfolios zu hoch gewichtet war.

In London bricht die Boohoo-Aktie um 21 Prozent ein. Der Online-Modehändler hat die Prognose 2022 aufgrund von Covid-19-Unsicherheiten gesenkt. Shop Apotheke (+2 %) hat auf ihrer Internetplattform in Deutschland ein Marktplatzangebot mit neuen Produkten gestartet. Die Online-Apotheke plant, ihr Angebot auf weitere Länder auszudehnen.

Metro fallen um 9,4 Prozent: Der Handelskonzern will für das abgelaufene Geschäftsjahr die Dividendenausschüttung aussetzen. Ein Grund sei, dass man unter dem Strich wieder einen Verlust geschrieben habe, der im Unterschied zum vergangenen Jahr nicht von Transaktionserlösen kompensiert werden könne.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 4.206,38 +1,1% 46,70 +18,4%

Stoxx-50 3.748,02 +1,4% 50,91 +20,6%

DAX 15.637,25 +1,0% 160,90 +14,0%

MDAX 34.574,46 +0,7% 241,37 +12,3%

TecDAX 3.848,02 +0,3% 11,55 +19,8%

SDAX 16.043,50 +0,4% 64,39 +8,7%

FTSE 7.246,39 +1,1% 75,64 +11,0%

CAC 6.995,67 +1,0% 68,04 +26,0%

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,36 +0,01 +0,22

US-Zehnjahresrendite 1,42 -0,04 +0,50

DEVISEN zuletzt +/- % Do, 8:22 Mi,17:31 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1334 +0,4% 1,1286 1,1261 -7,2%

EUR/JPY 128,74 -0,0% 129,00 128,18 +2,1%

EUR/CHF 1,0436 -0,0% 1,0442 1,0424 -3,5%

EUR/GBP 0,8502 -0,1% 0,8519 0,8519 -4,8%

USD/JPY 113,60 -0,4% 114,14 113,82 +10,0%

GBP/USD 1,3330 +0,5% 1,3244 1,3219 -2,5%

USD/CNH (Offshore) 6,3791 +0,1% 6,3747 6,3784 -1,9%

Bitcoin

BTC/USD 48.327,32 -0,9% 48.645,85 46.957,36 +66,4%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 71,32 70,87 +0,6% 0,45 +50,2%

Brent/ICE 74,40 73,88 +0,7% 0,52 +47,3%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.796,05 1.777,62 +1,0% +18,43 -5,4%

Silber (Spot) 22,41 22,08 +1,5% +0,34 -15,1%

Platin (Spot) 936,95 921,00 +1,7% +15,95 -12,5%

Kupfer-Future 4,32 4,18 +3,3% +0,14 +22,7%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/flf

(END) Dow Jones Newswires

December 16, 2021 10:09 ET (15:09 GMT)

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