MÄRKTE EUROPA/DAX fest - BVerfG sorgt nur für kurze Delle


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Aktien

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38.19 EUR 0.28 EUR 0.74 %

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8.10 EUR -0.12 EUR -1.46 %

15.32 EUR 0.06 EUR 0.39 %

17.66 EUR -0.46 EUR -2.54 %

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21.27 EUR 0.13 EUR 0.61 %

Indizes

24,950.89 EUR 53.44 EUR 0.21 %

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Auch das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) kann die Erholung an den europäischen Aktienmärkten nicht nachhaltig bremsen. Nach einer kurzen Delle drehen die Indizes wieder nach oben ab: Der DAX gewinnt am Mittag 1,4 Prozent auf 10.609 Punkte, und der Euro-Stoxx-50 zieht um 1,0 Prozent auf 2.846 Punkte an. "Der Markt setzt wieder auf ein Ende des Shutdowns und einen Aufschwung über Konjunkturprogramme", sagt ein Marktteilnehmer.

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Der Euro gibt etwas nach auf 1,0850 Dollar. Das Bundesverfassungsgericht hat der Bundesbank den Ankauf von Bundesanleihen nur noch für drei Monate erlaubt, wenn sie die geldpolitischen Gründe nicht näher erläutert. Das hat eine kurze Delle ausgelöst. Eine verbotene Staatsfinanzierung sieht das Gericht zwar nicht, und die Käufe anderer Staatsanleihen in der Eurozone sind von dem Urteil nicht betroffen. Der Markt drehte auch wieder nach oben, weil mit der geforderten weitergehenden Erläuterung gerechnet wird. "Das Bundesverfassungsgericht zeigt aber auch, dass es die Staatsanleihenkäufe nicht uneingeschränkt unterstützt", sagt ein Marktteilnehmer.

Ölaktien sehr stark - auch Autowerte laufen wie geschmiert

Auf der Branchenseite stehen alle Sektorenindizes im Plus. Angeführt wird die Erholung von den Öl- und Gaswerten, deren Index 4,3 Prozent gewinnt. Grund sind unter anderem starke Geschäftszahlen von Repsol und Total. Total hat zudem die Dividende bekräftigt. Repsol steigen um 8,3 Prozent und Total um 5,5 Prozent.

Neben einer Vielzahl von Unternehmenszahlen steht der Automobilsektor im Blick. Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht mit Vertretern von Unternehmen, Verbänden und Gewerkschaften der deutschen Automobilindustrie über Wege aus der Coronakrise. Entscheidungen über von der Branche geforderte Kauf- bzw. Abwrackprämien sind dabei aber wohl nicht zu erwarten. Dazu gehen die Meinungen zu weit auseinander. Daimler erholen sich um 3,3 und BMW um 2,9 Prozent, bei den Zuliefern ziehen Schaeffler um knapp 7 und Stabilus um knapp 6 Prozent an.

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Infineon mit erwartetem Margenrückgang - Hellofresh liefert

Unternehmensseitig tobt die Quartalsberichtssaison. Infineon rechnet angesichts der Produktionsunterbrechungen in der Autobranche im laufenden Geschäftsjahr mit einem Einbruch des Gewinns. Der Chiphersteller sieht die Segmentergebnismarge auf 12 von 16,4 Prozent sinken. Vom ursprünglichen Margenziel 16 Prozent hatte sich Infineon aber bereits im März verabschiedet. "Die negative Überraschung ist ausgeblieben", heißt es somit an der Börse, die Aktie legt mit dem festen Gesamtmarkt 3,1 Prozent zu.

Der Immobilienkonzern Vonovia hat wie erwartet operativ und unter dem Strich mehr verdient, wozu vor allem höhere Mieterlöse und weitere Steigerungen beim margenstarken Servicegeschäft beitrugen. Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte Vonovia. Für die Aktie geht es um 6,8 Prozent nach oben.

Eine deutliche Anhebung der Prognosen für 2020 treibt die Hellofresh-Aktie um 5,5 Prozent. Das Unternehmen gehört zu den wenigen Profiteuren der gegenwärtigen Krise und strebt für das laufende Jahr nun ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 40 bis 55 nach bislang 22 bis 27 Prozent an. Ähnlich bei Stratec: Bei dem Diagnostikspezialisten haben im ersten Quartal alle Bereiche dafür gesorgt, dass die Umsätze um 21,2 Prozent in die Höhe schossen. An der Börse wird das mit einem Plus von knapp 4 Prozent honoriert.

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Hugo Boss knicken dagegen nach enttäuschenden Geschäftszahlen und mit zunächst wenig Aussicht auf Besserung um 4,3 Prozent ein. Siemens Healthcare wiederum steigen um 5 Prozent. Die Siemens-Tochter hat zwar den Ausblick zurückgezogen, Händler sprechen aber von guten Quartalszahlen.

EssilorLuxottica verkauft weniger - Ausblick trüb

Das Geschäft von Essilorluxottica leidet unter dem sogenannten Lockdown in Folge der Corona-Pandemie. Auch für die kommenden Monate sind Analysten für den französisch-italienischen Optiker nicht sonderlich optimistisch. Die Aktie wird dennoch vom festen Gesamtmarkt um knapp 2 Prozent mit nach oben gezogen.

Als stark stuft die Citigroup die Quartalszahlen von Endesa ein, der Kurs gewinnt 4,5 Prozent. Das operative Ergebnis sei deutlich über der Schätzung ausgefallen, auch wenn sich hier ein positiver Einmaleffekt bemerkbar gemacht habe. Auch das Nettoergebnis sei deutlich besser. Positiv heben die Analysten den deutlichen Margenanstieg hervor. Der Ausblick falle solide aus und die Dividende sei sicher.

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Aktienindex zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 2.845,58 1,03 29,10 -24,02

Stoxx-50 2.805,61 1,40 38,61 -17,56

DAX 10.609,48 1,36 142,68 -19,92

MDAX 22.941,21 2,27 509,84 -18,97

TecDAX 2.845,53 1,82 50,88 -5,62

SDAX 10.340,82 2,56 258,11 -17,35

FTSE 5.830,38 1,33 76,60 -23,71

CAC 4.446,75 1,57 68,52 -25,62

Rentenmarkt zuletzt absolut +/- YTD

Dt. Zehnjahresrendite -0,57 0,00 -0,81

US-Zehnjahresrendite 0,66 0,02 -2,02

DEVISEN zuletzt +/- % Di, 8:33 Mo, 18:07 % YTD

EUR/USD 1,0836 -0,60% 1,0907 1,0903 -3,4%

EUR/JPY 115,70 -0,59% 116,35 116,47 -5,1%

EUR/CHF 1,0522 -0,05% 1,0532 1,0527 -3,1%

EUR/GBP 0,8705 -0,65% 0,8756 0,8777 +2,9%

USD/JPY 106,76 -0,01% 106,67 106,84 -1,9%

GBP/USD 1,2452 +0,09% 1,2458 1,2425 -6,0%

USD/CNH (Offshore) 7,1222 -0,14% 7,1211 7,1304 +2,2%

Bitcoin

BTC/USD 8.847,26 -1,15% 9.026,76 8.849,88 +22,7%

ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 22,44 20,39 +10,1% 2,05 -62,3%

Brent/ICE 29,25 27,20 +7,5% 2,05 -53,9%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold (Spot) 1.698,58 1.701,70 -0,2% -3,12 +11,9%

Silber (Spot) 14,85 14,85 +0,0% +0,00 -16,8%

Platin (Spot) 768,55 768,35 +0,0% +0,20 -20,4%

Kupfer-Future 2,33 2,32 +0,1% +0,00 -17,2%

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/flf

(END) Dow Jones Newswires

May 05, 2020 07:04 ET (11:04 GMT)

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DatumRatingAnalyst
03.07.26 Infineon Buy Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
02.07.26 Infineon Buy Jefferies & Company Inc.
02.07.26 Infineon Neutral UBS AG
02.07.26 Infineon Buy Deutsche Bank AG
29.06.26 Infineon Outperform Bernstein Research